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Kommentar

Der Kanton Luzern hat gut für den Durchgangsbahnhof gekämpft – aber zu spät

Der Ständerat unterstützt die Forderung Luzerns, den Durchgangsbahnhof zu planen bis ein baureifes Projekt vorliegt. Damit wird der Bau immer wahrscheinlicher. Doch der unterirdische Bahnhof kommt zu spät.
Christian Glaus
Christian Glaus, Redaktor.

Christian Glaus, Redaktor.

Der Verteilkampf ist aus Luzerner Sicht so gut wie gewonnen. Einstimmig sagt der Ständerat Ja zum 12,8 Milliarden Franken schweren Ausbauschritt 2035 der Bahninfrastruktur. Oppositionslos ist er dafür, dass der Durchgangsbahnhof Luzern soweit geplant werden kann, bis ein baureifes Projekt vorliegt. Bei dieser Deutlichkeit ist zu erwarten, dass der Nationalrat den Entscheiden im Herbst folgen wird.

Bundesrätin Simonetta Sommaruga sprach von einem «wichtigen Signal» für Luzern – wurde mit dieser Wortwahl der Tragweite des Entscheids aber nicht ganz gerecht. Der Ständerat hat bereits angefangen, den nächsten Ausbauschritt bis 2040 zu schnüren – sieben Jahre bevor die entsprechende Vorlage ins Parlament kommt. Dass dann der Bau des Durchgangsbahnhofs Luzern abgelehnt wird, obwohl ein nahezu baureifes Projekt vorliegt, ist unwahrscheinlich.

Der Kanton Luzern und die Zentralschweiz haben in den letzten Monaten vieles richtig gemacht und so dem Projekt zu einer wundersamen Entwicklung verholfen. Doch leider zu spät. Die Pendler werden noch sehr lange mit überfüllten Zügen leben müssen, ein Ausbau ist nur noch sehr beschränkt möglich. Deshalb braucht es in der Zwischenzeit Massnahmen, damit das Zugfahren attraktiv bleibt. Beispielsweise ein besseres Anreizsystem, um die Pendlerspitzen zu brechen.

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