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Der Lagersommer naht: Jubla Ebikon und Buchrain wollen gemeinsam die Musik retten

Mit geballter Kraft ins Sommerlager: Dieses Jahr spannen vier Scharen der Jubla Ebikon und Buchrain zusammen, um im Appenzell ihre Liebe zur Musik auszuleben. Für die Organisatoren ist das grosse «Rontallager» ein Novum – aber an Ehrgeiz und Herzblut fehlt es ihnen nicht.
Simon Mathis
Die Jubla Ebikon und Buchrain demonstrieren scherzhaft für den Fortbestand der Musik. (Bild: PD)

Die Jubla Ebikon und Buchrain demonstrieren scherzhaft für den Fortbestand der Musik. (Bild: PD)

Für einmal gehen die Jungen nicht fürs Klima auf die Strasse, sondern für die Musik. Denn die Regierung hat ein Musikverbot verhängt – zumindest im Szenario des Rontallagers, das dieses Jahr zum ersten Mal stattfindet. Das Sommerlager mit rund 250 Teilnehmern wird gemeinsam von vier Scharen der Jungwacht Blauring (Jubla) aus Ebikon und Buchrain organisiert. Zwei Wochen lang ziehen jeweils Jungwacht und Blauring der beiden Gemeinden ins Appenzell, um ihre Liebe zur Musik auszuleben.

Die Idee fürs «Rontallager» entstand vor zwei Jahren in Australien: Zwei Lagerleiterinnen des Blaurings Ebikon verbrachten dort ein Austauschjahr. Beim Kaffee kam ihnen die Idee, dass die Jublas der beiden Gemeinden etwas gemeinsam auf die Beine stellen könnten. Nach zwei Monaten ging dann bereits die Planung los, das OK wuchs bald auf neun Personen an.

Vier verschiedene Lagerleitungen, die gemeinsam an einem Strick ziehen – das war zu Beginn nicht ganz einfach. «Wir merkten schnell, dass wir unterschiedliche Werte, Kulturen, Strukturen und Regelungen pflegen», berichtet OK-Mitglied und Student Sascha Steffen. Aber beinahe ebenso schnell habe man Kompromisse gefunden, um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. «Das war eine sehr schöne Entwicklung», so Steffen.

Von Bürokratie und Ehrgeiz

Jede Schar wird im Appenzell einen eigenen Lagerplatz haben, an drei Tagen jedoch werden alle 250 Teilnehmer gemeinsam Abenteuer erleben. «Die grösseren Dimensionen haben uns dazu ermutigt, ein ambitionierteres Programm zu gestalten», sagt Steffen. Die grosse Teilnehmerzahl erhöhe allerdings auch die Bürokratie. Steffen: «Mit 60 Teilnehmern wird man von den Behörden eher durchgewinkt, bei 250 warten viel mehr Formulare auf eine Unterschrift.»

Das Rontallager erfordert zudem mehr Werbung. Allein vier OK-Mitglieder sind für die Kommunikation zuständig. Denn: Dieses Jahr können sich auch Externe beim OK melden und ihr Kind mit ins Lager schicken. «Die Eltern, die kaum oder keine Erfahrungen mit Lagern gemacht haben, wollen wir möglichst gut informieren und begleiten», sagt Steffen. Ob das Rontallager eine einmalige Sache bleibe, lasse sich zurzeit nicht sagen:

«Die Lagerleitungen wechseln so schnell, da ist es schwierig, langfristig etwas zu planen.»

Ziel des grossen Lagers sei es, Freundschaften zwischen den Gemeinden zu knüpfen. Vielleicht entstehe aus diesen Freundschaften später Ideen für weitere gemeinsame Projekte.

«Hinter dem Projekt steckt viel Ehrgeiz», hält Steffen fest. Die Planung des Rontallagers sei soweit abgeschlossen, die einzelnen Scharen planen nun ihr eigenes Lagerleben. «Wir wollten im Juni mit den Vorbereitungen des grossen Lagers fertig sein, da einige aus dem OK – unter anderem auch ich – mitten in der Prüfungsphase stecken», sagt Steffen schmunzelnd.

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Die Luzerner Zeitung und ihre Regionalausgaben berichten auch dieses Jahr während der Sommerferien von den Erlebnissen aus den Lagern der Zentralschweizer Vereine und Schulen. Ab 7. Juli finden Sie online und im Print die Telegramme der Lager aus unserer Region.

Anmeldungen für den Lagerdraht werden bis am 30. Juni 2019 hier entgegengenommen. Nebst den täglichen Telegrammen können die Lager auf www.luzernerzeitung.ch/lagerdraht auch ihre eigene Fotogalerie publizieren und Videos hochladen. Zudem gibt es einen Fotowettbewerb. Gesucht wird das beste Lagerbild.

Bei Fragen zum Lagerdraht gibt Elisabeth Portmann, Telefon 041 429 53 16, lagerdraht@lzmedien.ch, gerne Auskunft.

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