Der Luzerner Bahnhof-Brand im Video

Vor 42 Jahren brannte der Luzerner Bahnhof. Nun sind im Internet Filmaufnahmen aufgetaucht, die den spektakulären Brand zeigen.

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Der Bahnhofbrand am 5.2.1971. (Bild: Staatsarchiv / Schenkung von Silke Harck)

Der Bahnhofbrand am 5.2.1971. (Bild: Staatsarchiv / Schenkung von Silke Harck)

Das Historische Museum Luzern hat ein digitalisiertes Video des Luzerner Bahnhofsbrandes von 1971 auf Youtube gestellt, wie ronorp.net berichtet. Das Video stammt von Hans-Jürg Stöckli aus Meggen, der den Brand als Angstellter des damaligen Fotogeschäfts «Photo Pro Ecker» aufnahm. Das spektakuläre Farb-Video zeigt auch den Einsturz der Kuppel (im Video ab 04:37).

435 Mann waren im Einsatz

Der zweite Luzerner Bahnhof brannte am 5. Februar 1971. Der Brand brach kurz vor 8.15 Uhr aus, um 9.03 Uhr blieb die Bahnhofsuhr stehen. Drei Minuten später stürzte die mittlere Bahnhofkuppel in sich zusammen, gegen 11.30 Uhr die kleine Kuppel des Westtraktes. Erst gegen 13 Uhr ist der Brand unter Kontrolle. Beim Brand entstand ein starker Wind. So stark, dass beim Bahnhof in die Luft gewirbelte Banknoten erst in Kriens wieder zu Boden fielen. 435 Feuerwehrleute von der der Bahnhofs-Feuerwehr, dem Löschpikett der Polizei, der Stadt-Feuerwehr, sowie der Feuerwehren Reussbühl, Kriens, Ebikon und Meggen waren im Einsatz. Es dauerte bis in die frühen Abendstunden, bis der Brand gelöscht war. Es gab zwei Verletzte, keine Toten. Brandursache war wahrscheinlich eine Lötlampe, die bei Schweissarbeiten am Bahnhofdach eingesetzt wurde. Der heutige Luzerner Bahnhof wurde 1991 eröffnet.

rem

Um 8.13 Uhr drückt der Kommandant der SBB-Betriebsschutzorganisation die Alarmtaste: Er hat eben den Brand in einem Mansardenzimmer hoch über
dem damaligen Bahnhofbuffet entdeckt. (Bild: Archiv Neue LZ)
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Rasch wird klar: Ein Handfeuerlöscher genügt da nicht. Um 8.18 erreicht der Alarm die Hauptwache der Stadtpolizei. (Bild: Staatsarchiv Luzern, Bruno Voser)
Eine Minute später rückt ein neunköpfiges Polizei-Löschpikett aus. (Bild: Archiv Neue LZ)
Die weiteren Aufgebote folgen fast im Minutentakt: Pikettkompanie der städtischen Feuerwehr, dann die 2. Kompanie, danach das ganze Feuerwehrbataillon und schliesslich die Feuerwehren von Reussbühl und Kriens. (Bild: Archiv Neue LZ)
Um 09.03 Uhr bleibt die Bahnhofsuhr stehen, drei Minuten später stürzt die Grosse Kuppel ein, um 11.30 Uhr die kleine Kuppel. (Bild: Archiv Neue LZ)
Erst gegen 13 Uhr ist das Feuer unter Kontrolle. (Bild: Archiv Neue LZ)
Als 1971 der Hauptbahnhof Luzern (eröffnet im Jahr
1896) in Schutt und Asche lag, waren die meisten Fachleute nicht traurig - machte doch dieser Brand den Weg frei für eine neue, moderne Anlage. (Bild: Archiv Neue LZ)
Angestellte beim Aufräumen nach dem Brand. (Bild: Stadtarchiv Luzern, Hans Blättler)

Um 8.13 Uhr drückt der Kommandant der SBB-Betriebsschutzorganisation die Alarmtaste: Er hat eben den Brand in einem Mansardenzimmer hoch über dem damaligen Bahnhofbuffet entdeckt. (Bild: Archiv Neue LZ)