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Der Luzerner Verkehrshausgründer wäre am Samstag hundert Jahre alt geworden

Am Samstag vor hundert Jahren kam der erste Direktor des Verkehrshauses der Schweiz zur Welt. Alfred Waldis war ein bekannter und für sein Schaffen mehrfach ausgezeichneter Museumspionier.
Alfred Waldis zeigt im Jahr 2012 Dokumente von Neil Armstrong. Waldis hatte den Astronauten persönlich getroffen. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 26. August 2012)

Alfred Waldis zeigt im Jahr 2012 Dokumente von Neil Armstrong. Waldis hatte den Astronauten persönlich getroffen. Bild: Dominik Wunderli (Luzern, 26. August 2012)

(spe) Am Samstag, 7. September, jährt sich der Geburtstag von Alfred Waldis, dem ersten Direktor des Verkehrshauses der Schweiz. Der Verkehrsfachmann verstarb am 10. Juli 2013. Der Luzerner habe mit seiner Tätigkeit als erster Direktor und später als Präsident des Trägervereins massgeblich zum Erfolg des Verkehrshauses beigetragen, heisst es in der Medienmitteilung des Museums. «Sein wacher Geist, seine wissenschaftliche Neugier, sein exemplarisches Durchsetzungsvermögen und nicht zuletzt auch sein Charme als brillanter Netzwerker haben ihn als einen der bedeutendsten Kulturschaffenden unseres Landes geprägt», wird Heinrich Zemp, Alt-Präsident des Verkehrshauses der Schweiz zitiert.

Seine Berufslaufbahn startete Alfred Waldis mit einer Lehre bei der SBB und war unter anderem als Stationsbeamter und im Rechtsdienst der SBB tätig. In den 1950er-Jahren erhielt Waldis den Auftrag, das Verkehrshaus der Schweiz zu Gründen. 1959 konnte er dieses dann eröffnen. Im ersten Betriebsjahr lockte das Museum 232'000 anstelle der budgetierten 50'000 Besucher an, wie das Verkehrshaus der Schweiz mitteilt. Bis 1979 leitete Waldis das Museum als Direktor. Danach war er weitere zwei Jahre als Delegierter für Ausbau und Spezialfragen im Einsatz, bevor er 1981 Präsident des Trägervereins wurde.

Schweizer Museumspionier war international bekannt

Bekannt war der Verkehrsfachmann auch international. Waldis war als Berater für den Aufbau des National Air and Space Museums in Washington (USA) in den 1970er-Jahren tätig. Er habe global gedacht und gehandelt, so das Verkehrshaus der Schweiz. Deswegen seien Weltereignisse wie beispielsweise die Mondlandung schon bald nach der Durchführung mit Originalobjekten und mit Referaten von Protagonisten im Verkehrshaus als Sonderausstellung präsent gewesen. Waldis war auch als Präsident schweizerischer und internationaler Museumsverbände tätig.

Für sein Wirken erhielt Waldis mehrere Auszeichnungen, darunter etwa den Kulturpreis der Innerschweiz 1972, das Diplôme Paul Tissandier der Fédération Aéronautique Internationale 1973 oder den Spezialpreis des Europarates 1980. Daneben erhielt er den Ehrendoktortitel der Hochschule St. Gallen für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, wurde 2005 zum Ehrenbürger der Stadt Luzern ernannt und erhielt 2007 den Tourismus-Award des Tourismus Forum Luzern. 2014 erhielt der Platz vor dem Verkehrshaus den Namen Alfred-Waldis-Platz.

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