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Der Maihof in Luzern erhält
wieder ein Quartierbüro

2016 zog sich die städtische Quartierarbeit aus Spargründen aus dem Maihof-Quartier zurück. Doch nun will sie diesen Standort wieder aufbauen. Freuen dürfen sich vor allem die Kinder.
Robert Knobel
Das ehemalige Quartierbüro Maihof am Schlossberg. (Bild: Nadia Schärli, 18. September 2012)

Das ehemalige Quartierbüro Maihof am Schlossberg. (Bild: Nadia Schärli, 18. September 2012)

Die Quartierarbeit der Stadt Luzern will auf Anfang des nächsten Schuljahres ein zusätzliches Quartierbüro eröffnen – und zwar für das Gebiet Maihof-Wesemlin-Zürichstrasse.

Seit April arbeitet Alexandra Kaufmann in einem 50-Prozent-Pensum am Aufbau des Büros. Dazu gehört zunächst die Suche nach einem geeigneten Standort, der noch nicht feststeht. «Ziel ist, dass wir nach den Sommerferien ein regelmässiges Angebot für Kinder der 4. bis 6. Klasse etablieren können», sagt Kaufmann. Wie dieses Angebot genau aussehen wird, ist zurzeit noch unklar.

Die Quartiere Maihof und Wesemlin verfügen zwar über gut funktionierende Quartiertreffpunkte (MaiHof und Wäsmeli-Träff), doch die städtische Quartierarbeit war hier bisher wenig präsent. Zwar wurde 2012 ein Quartierbüro am Schlossberg eröffnet. Doch dieses fiel 2016 den Sparmassnahmen der Stadt zum Opfer. Thomas Wüest, Präsident des Quartiervereins Maihof, sagt, man habe die Schliessung des Quartierbüros am Schlossberg damals bedauert:

«Wir haben uns immer dafür stark gemacht, dass die städtische Quartierarbeit wieder präsenter wird.»

Deshalb sei man über die jüngsten Pläne der Stadt natürlich erfreut.

Auch Thomas Wüest bestätigt, dass sein Quartier mit dem Zentrum MaiHof bereits über eine sehr gute Infrastruktur für die Bevölkerung verfügt. Der MaiHof dient als Treffpunkt für die Anwohner und bringt Kultur sowie auswärtige Besucher ins Quartier. Hinzu kommen mehrere aktive Vereine. Die städtische Quartierarbeit soll deshalb speziell diejenigen Bewohner abholen, die von den bisherigen Angeboten kaum angesprochen werden. «Ich denke da zum Beispiel an Kinder, die am Mittag nicht nach Hause können», sagt Thomas Wüest.

Ausbau ohne Stellenaufstockung

Der Aufbau der Quartierarbeit Maihof-Zürichstrasse-Wesemlin wird mit den bestehenden Ressourcen gemeistert, wie Regula Rescalli, Leiterin der städtischen Quartierarbeit, betont. Es gebe insgesamt keinen Stellenausbau. Rescalli ist froh, dass die Stadt die Lücke im Maihof nun wieder füllen kann. Die Präsenz von gut vernetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort sei für die Stadtverwaltung und das Quartier sehr wertvoll: «So können wir einfach Kontakt knüpfen zur Quartierbevölkerung.» Rescalli betont, dass der Fokus wie in den anderen Quartieren auf der Kinder- und Jugendarbeit liegen wird. Zudem wolle man eng mit der katholischen Kirche (MaiHof), den Quartiervereinen und anderen Akteuren vor Ort zusammenarbeiten.

Das Arbeitsgebiet der Quartierarbeiterin Alexandra Kaufmann wird neben dem Maihof auch das Wesemlin-Quartier sowie die Zürichstrasse umfassen. Der Schwerpunkt – und wohl auch der Standort des künftigen Quartierbüros– liegt vorerst im Maihof. «Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass wir den Fokus bei Bedarf etwas verschieben», sagt Regula Rescalli. «Denn wir sind immer dort aktiv, wo wir gebraucht werden.» Ziel sei, dass die Quartierarbeiterin möglichst viel bei den Leuten ist. Sie soll beispielsweise dafür sorgen, dass sich Kinder und Jugendliche bei baulichen Veränderungen im Quartier mit ihren Ideen einbringen können.

Neues Angebot auch im Würzenbach

(sam) Bei der ehemaligen Post im Würzenbachquartier steht ein Baugespann. Dort soll künftig ein Pavillon entstehen. Hinter dem Vorhaben steht der Verein Vicino. Der Verein bietet bereits im Pavillon im Bleichergärtli Unterstützung für ältere Menschen an, die vermehrt auf kleine Alltagshilfen angewiesen sind. Das Angebot richtet sich aber auch an Alleinstehende und junge Familien, die den Austausch unter den Generationen schätzen.

Im Pavillon kann gekocht und gemeinsam gegessen werden, er bietet Platz für 15 Personen. Vicino wird vom Bleichergärtli in die neue Siedlung Himmelrich ziehen, wie Vorstandsmitglied Regula Schärli erklärt: «Nach dem Umzug wird der Pavillon frei und kann deshalb im Herbst ins Würzenbach versetzt werden. Das künftige Angebot werden wir vorgängig mit der Quartierbevölkerung via Quartierverein absprechen.»

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