«DER MATCH»: Promi-Elf unterliegt den Fussball-Legenden

Lange haben Gilbert Gress und seine Promis auf die Revanche gegen die Legenden des Schweizer Fussballs gewartet. Sie schlugen sich tapfer auf der Luzerner Allmend – gereicht hats trotzdem nicht ganz.

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Mag trotz Niederlage noch lachen: Michael Schumacher nach dem Promi-Spiel auf der Allmend. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Mag trotz Niederlage noch lachen: Michael Schumacher nach dem Promi-Spiel auf der Allmend. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Vor zwei Jahren hatte es vor 8000 Fans in St. Gallen noch eine 1:6-Schlappe gesetzt - dieses Mal, auf der Luzerner Allmend vor 10'073 Zuschauern, - sahen die Promis viel besser aus. Nicht zuletzt dank dem beherzten Einsatz von Ex-Formel-1-Star Michael Schumacher, der erst vier Minuten vor Schluss von Trainer Gilbert Gress ausgewechselt wurde.

Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Ex-Mister Schweiz Renzo Blumenthal die Promis kurz nach der Pause 1:0 in Führung. Nicht auf Pass von Schumacher allerdings - sondern nach einem bösen Abspielfehler von Legenden-Goalie Jörg Stiel.

«Das war ganz klar mein Fehler, das Tor geht auf meine Kappe», erklärte Stiel nach dem Spiel. «Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, wir packen es», meinte ein entkräfteter Michael Schumacher nach dem Abpfiff, «tja, wer verliert schon gerne. Die anderen waren einfach besser. Mir hat es aber riesigen Spass gemacht, vor allem auch wegen dem wahnsinnig tollen Publikum!»

Dank etwas besserer Kondition, Konzentration und Chancenauswertung gewannen die ehemaligen Nationalspieler um Coach Uli Stielike dann doch noch. Der kurz davor eingewechselte Stéphane Chapuisat erzielte in der 55. Minute beherzt den Ausgleich, später schoss Routinier Georges Bregy den Siegtreffer zum 2:1 (77.).

Schumis Leiste schmerzte
Bei Michael Schumacher gab es vor dem Spiel einige Schrecksekunden: Nach dem Training am Mittag in Weggis klagte er plötzlich über Leistenschmerzen! Der Luzerner Sportarzt Didi Schmidle gab aber kurz vor Anpfiff Entwarnung. Dann nochmals eine Schrecksekunde: Schumis Pausenbananen konnten erst in extremis im Restaurant Schützenhaus organisiert werden.

«Die erste Halbzeit fand ich etwas langweilig», urteilte Shawne Fielding-Borer. «Aber dann kam mit den Toren auch Zug ins Spiel, das mir insgesamt gut gefallen hat.» SVP-Präsident Toni Brunner, vor zwei Jahren noch einziger Promi-Torschütze beim 1:6, genehmigte sich mit seiner Ehefrau Esther in der Loge gemütlich eine Bratwurst. Vergeblich hatte Brunner auf einen 3:1-Erfolg der Promi-Kicker getippt.

Brunner traf Freddy Burger, seinen ehemaligen Nachbarn im Toggenburg, der übrigens wie TV-Direktorin Ingrid Deltenre und die beiden TV-Sportmoderatorinnen Steffi Buchli und Daniela Schmid den Sieg der Legenden vorausgesagt hatte. Burger, Manager von Udo Jürgens, hat nach der «Rose d' Or» jetzt auch «Der Match» nach Luzern gebracht und mit seiner Firma produziert. «So schade», meinte Miss Schweiz Amanda Ammann, «Ich hatte das Resultat richtig getippt, aber für die falsche Mannschaft ?»

André Häfliger

Video, 1. Halbzeit:

Video, 2. Halbzeit: