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Der MParc – für das Rontaler Gewerbe
«ein Geschenk des Himmels»

Am Freitag beginnt in Ebikon die Gewerbeausstellung «Expo Rontal Plus» – an einem aus Sicht der Veranstalter idealen Ort. Dieser wird künftig aber nicht mehr zur Verfügung stehen.
Stefan Dähler
Auf dem M-Parc-Areal, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2016, findet die Gewerbeausstellung «Expo Rontal Plus» statt. Bild: PD/Gemeinde Ebikon

Auf dem M-Parc-Areal, hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2016, findet die Gewerbeausstellung «Expo Rontal Plus» statt. Bild: PD/Gemeinde Ebikon

Sieben Jahre hat es gedauert. Nun findet nach 2011 wieder eine Gewerbeausstellung im Rontal statt. Von Freitag bis Sonntag präsentieren rund 85 Firmen ihr Angebot im ehemaligen MParc in Ebikon, der derzeit leer steht. «Es ist wie ein Geschenk des Himmels, dass wir dieses grosse Gebäude nutzen können», sagt Daniel Abächerli, Inhaber einer Firma für Dokumentenmanagement und Digitalisierung sowie OK-Präsident der «Expo Rontal Plus», wie der Anlass offiziell heisst. «Wir haben massiv mehr Platz als letztes Mal, als der Anlass in den Räumlichkeiten der Emil-Frey-Garage stattgefunden hat.»

Während der Expo werden die Aussteller ihre eigenen Aktivitäten und Anlässe präsentieren, zudem gibt es am Freitagabend ab 20 Uhr ein öffentliches Konzert der Luzerner Band Frameless mit Barbetrieb. Für die Ausstellung haben die drei Rontaler Gewerbevereine Ebikon, Buchrain-Perlen und Root-Gisikon-Dierikon-Honau eigens einen Verein gegründet.

Grosse Namen fehlen an der Expo

«Es war wieder mal Zeit, dass eine Expo stattfindet», sagt Abächerli. Ob der Verein auch danach bestehen bleibt und weitere Anlässe organisiert, sei offen. «Derzeit ist das nicht geplant, aber wir wollen zuerst schauen, wie die Expo läuft. Allerdings dürfte es schwierig werden, wieder solch eine grosse Räumlichkeit zu finden.» Der alte MParc soll ab 2020 einer neuen Überbauung weichen (wir berichteten).

Die drei Rontaler Gewerbevereine haben rund 500 Mitglieder. «Wir haben alle angefragt, ob sie teilnehmen wollen. Gerechnet haben wir mit etwa 100 Ausstellern», sagt Abächerli. Mit den nun 85 sei man dennoch zufrieden. «So haben die Betriebe und auch die Besucher mehr Platz, das ist tip-top so.» Teilnehmen werden vor allem kleine und mittelgrosse Betriebe, von den ganz grossen wie Schindler, Perlen Papier oder der Mall of Switzerland habe man keine Anmeldung erhalten.

Wachstum bringt Vor- und Nachteile

Apropos Mall – wie hat sich diese auf das Rontaler Gewerbe ausgewirkt? «Auf den grössten Teil hatte sie bisher kaum einen Einfluss, bis auf den Detailhandel sind die Firmen ja auch nicht wirklich betroffen», sagt Abächerli. «Man hört aber oft von den Leuten, dass sie den alten MParc vermissen.» Generell beurteilt Abächerli den Zustand des Gewerbes im Rontal positiv. «Die Unternehmen sind sehr gut untereinander vernetzt.» Ebenfalls positiv wirke sich aus, dass das Rontal stark wächst und viel gebaut wird. «Das ergibt mehr potenzielle Kunden und Aufträge für die Firmen. Ausserdem lösen diese Aufträge wieder Folgeaufträge für Zulieferer aus.»

Die Bautätigkeit hat aber nicht nur positive Auswirkungen. Wie in anderen Agglo-Gemeinden hätten Betriebe Mühe, bezahlbare Räume zu finden, sagt Beat Knapp, Vizepräsident des Gewerbevereins Ebikon und Inhaber einer Druckerei. «Vor allem ist es schwierig, Räumlichkeiten zu kaufen und an einer Miete sind viele nicht interessiert.» Es gebe daher Betriebe, die wegziehen. Knapp erwähnt die Schaco Entwässerungstechnik AG, welche sich nun in Honau befindet oder die Solarenergie-Firma Be-Netz, die nächstes Jahr nach Littau zügeln wird.

«Betroffen sind vor allem
handwerkliche Betriebe. Auf der anderen Seite stehen viele Büroräume leer.»

Alex Mathis,



Geschäftsführer Gemeinde Ebikon

Alex Mathis, Geschäftsführer der Gemeinde Ebikon, bestätigt das Problem mit den bezahlbaren Räumlichkeiten. «Betroffen sind vor allem handwerkliche Betriebe. Auf der anderen Seite stehen viele Büroräume leer.» Dies auch, weil Letztere oft schon älter seien. «Wir empfehlen daher den Eigentümern, die Räume bei Bedarf zu erneuern.» Bei Gewerberäumen dagegen sei es nicht so einfach, Lösungen zu finden. «Es gibt Betriebe, die würden gerne selbst bauen, doch der Platz dafür ist knapp. Ein Ansatz wäre, dass künftig vermehrt Firmen gemeinsam ein Projekt realisieren.»

Weitere Infos zur Gewerbeausstellung auf exporontalplus.ch

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