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Der neue Krienser Gallivater heisst Hugo Herzog

Die Galli-Zunft hat den höchsten Krienser Fasnächtler für das Jahr 2020 ausgerufen: Dieses Jahr wird Hugo Herzog die Ehre zuteil.
Nathalie Ehrenzweig
Im Bild ist Gallivater 2020, Hugo Herzog mit seiner Frau Lucette Oggier Herzog in ihrem Garten über Kriens. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 20. Oktober 2019)

Im Bild ist Gallivater 2020, Hugo Herzog mit seiner Frau Lucette Oggier Herzog in ihrem Garten über Kriens. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 20. Oktober 2019)

Ende August kamen Hugo und Lucette Herzog von einer sechsmonatigen Reise in Australien zurück. «Ich habe mich frühpensionieren lassen und habe mich gefreut, jetzt gemütlich meine Pension anzugehen, vielleicht Vorlesungen an der Senioren-Uni zu besuchen», erzählt der 64-Jährige. Doch dann kam alles anders. Denn seit dem Bot am Samstagabend sind Hugo und Lucette Herzog das neue Galli-Paar der Galli-Zunft Kriens. «Da gab es eine wunderbare Energie, ich hätte am liebsten alle umarmt», schwärmt er.

Seit bald dreissig Jahren wohnt Hugo Herzog in Kriens: «Ich bin ländlich in Hämikon aufgewachsen und habe an vielen Orten in der Schweiz gewohnt. Kriens hat zwar leider nicht einen lebendigen Dorfkern, aber hier kennt jeder jeden. Hier gibt es eine gute Lebensqualität. Darum habe ich mich sehr wohl gefühlt.» Seine Frau Lucette hat er vor rund 15 Jahren kennen gelernt, gemeinsam haben sie drei erwachsene Kinder. «Es war einfacher für mich, von Basel nach Kriens zu ziehen, denn Hugo hatte hier sein Geschäft», meint sie.

Jährlich als Chrienserböög an die Fasnacht

Als der ehemalige Treuhänder vor 17 Jahren merkte, dass er in Kriens alt werden wollte, entschloss er sich, der Galli-Zunft beizutreten. «Ich wollte mehr Leute kennen lernen, mich in Kriens besser vernetzen», sagt er. Vorher sei er durch seine Kinder in Kontakt mit anderen Eltern gekommen. «Lucette hat mir zum 50. Geburtstag einen Maskenschnitzkurs geschenkt», so Herzog. «Seither gehe ich jedes Jahr als Chrienserböög an die Fasnacht. Aber wir sind eher stille Geniesser und haben Plausch an der Beizenfasnacht.»

Rund 200 Termine nehmen die beiden im kommenden Jahr wahr. Am meisten freuen sie sich auf den Samichlaus. «Der Auszug aus der Galli-Halle an den vier Abenden mit den 18 Samichlaus-Gruppen und den kleinen Gongelern ist ein schönes Bild. Wenn die fünf- bis siebenjährigen Kinder nach zwei Stunden zurückkommen, sind sie platt», sagt Hugo Herzog lachend.

Baseldeutsch ist kein Hindernis

Im Bild ist Gallivater 2020, Hugo Herzog mit seiner Frau Lucette Oggier Herzog in ihrem Wohnzimmer. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 20. Oktober 2019)

Im Bild ist Gallivater 2020, Hugo Herzog mit seiner Frau Lucette Oggier Herzog in ihrem Wohnzimmer. (Bild: Roger Grütter, Kriens, 20. Oktober 2019)

Viel vorgenommen hat sich das Paar für sein Amtsjahr nicht. «Wir lassen uns treiben und wollen authentisch sein. Ich freue mich, dass wir neun Neuzünftler haben. Ich bin sicher, wir sind ein gutes Team. Die sind dann für den Klamauk zuständig, während Lucette und ich einfach geniessen», meint Herzog schmunzelnd. Für Lucette sei die neue Aufgabe eine zusätzliche Herausforderung, da sie noch berufstätig sei und an der Universität Luzern arbeite.

Das soll aber ein ebenso kleines Hindernis sein wie ihr Baseldeutsch. «Der Zunftmeister hat es gestern einen charmanten Dialekt genannt», sagt sie verschmitzt. Man hört also, dass Lucette Oggier Herzog keine Krienserin ist. Mit der Aussicht auf den Pilatus und der Möglichkeit, jederzeit von zu Hause eine Wanderung zu unternehmen, ist sie jedoch nicht erst jetzt als neue Galli-Mutter in Kriens daheim.

Noch nicht bekannt ist, wen Gallivater Hugo Herzog als seinen Weibel auserkoren hat. Das kommt erst in der kommenden Woche aus. Was aber bereits bekannt ist: Die neue Fasnachtsplakette, entworfen von Vreni Wyrsch. Sie zeigt ein «Chrienser Wöschwyb mit neuem Stadt–Waschbrett». Es ist bereits die vierte Krienser Fasnachtsplakette der in Attinghausen aufgewachsenen Künstlerin nach 2012, 2013 und 2015.

Und so sieht sie aus, die Krienser Fasnachtsplakette 2020. (Bild: PD)

Und so sieht sie aus, die Krienser Fasnachtsplakette 2020. (Bild: PD)

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