Der SC Kriens trainiert ab dem 28. Mai – was macht der FC Luzern?

Aller Voraussicht nach verschiebt nicht nur Kriens, sondern auch Luzern den Trainingsstart.

Daniel Wyrsch und Turi Bucher
Drucken
Teilen

Alexandra Wey / Keystone

Die Zeichen sind deutlich: Da alle anderen Super-League-Vereine am Montag noch nicht mit dem Training beginnen, wird mit grösster Wahrscheinlichkeit auch der FC Luzern nächste Woche nicht auf den Rasen zurückkehren. Doch die Blau-Weissen aus der Swisspor-Arena wollten heute Freitag partout nicht kommunizieren, wie sie planen.

Allerdings hat FCL-Präsident Philipp Studhalter stets betont, dass für sie die Rechnung mit den Geisterspielen während der verbleibenden 13 Spieltage und allenfalls drei Cuprunden nur aufgehen kann, wenn vom Bund finanzielle Unterstützung gesprochen wird. Mehr als die Hälfte seines Budgets generiert der FCL aus Zuschauereinnahmen. Die TV-Gelder machen lediglich 7 bis 10 Prozent aus. Der Entscheid des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco), die Kurzarbeit für Spieler und Trainer per Trainingsstart einzustellen, kann wohl nur eine Folge haben: Luzern startet wie viele andere Clubs Ende Mai.

SCK-Galliker: «Die Kosten wären für uns enorm»

Zu diesen Clubs gehört der SC Kriens. «Der Trainingsstart wurde auf den Donnerstag, 28. Mai, verlegt», erklärt Bruno Galliker, der Geschäftsführer des SCK. Diesen Entscheid hat die Geschäftsleitung gestern getroffen. Am 27. Mai will der Bund über die allfällige Durchführung von Geisterspielen informieren, am 29. Mai entscheidet die Swiss Football League, ob die Saison in den beiden obersten Schweizer Ligen zu Ende gespielt werden soll. Die Krienser haben ihre Wiederaufnahme der Trainings zwischen diese beiden Daten gelegt. Galliker: «Geplant ist dann eine Trainingsstaffel von drei aufeinanderfolgen Tagen bis Samstag.» Aber, so Galliker weiter: «Wenn die Wiederaufnahme der laufenden Saison dann nicht gewährleistet ist, werden wir den Trainingsplan sofort wieder abbrechen.» Ein entscheidender Grund dafür, dass das Training an diesem Montag nicht aufgenommen wird, sei, dass dann die Kurzarbeit-Entschädigung wieder wegfalle, führt Galliker aus. «Die Kosten wären für uns ohne absehbare Einnahmen enorm.»

Der Challenge-League-Verein Kriens ist laut Galliker grundsätzlich für eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs am 20./21. Juni. «Aus unserer Sicht ist dies momentan gesundheitlich und sportlich vertretbar.» Man wolle aber bei einer Abstimmung der 20 involvierten Clubs keine Mehrheit der Challenge-League-Vereine im Vergleich mit der Super League. Galliker erklärt: «Wenn zehn Challenge-League-Clubs dafür sind, auf der anderen Seite aber nur acht oder neun Super-League-Clubs, würden wir unsere Stimme allenfalls enthalten.»

Mehr zum Thema