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Der Selbstversuch: Die erste Indoor-Surfwelle der Schweiz in Ebikon

In der Mall of Switzerland ist die schweizweit erste stehende Surfwelle eröffnet worden. Das Wasser türmt sich dabei bis zu 1,4 Meter auf. Wir haben die Welle bereits getestet.
Niels Jost
Niels Jost beim Selbstversuch. (Bild: Eveline Beerkircher (Ebikon, 12. September 2018))

Niels Jost beim Selbstversuch. (Bild: Eveline Beerkircher (Ebikon, 12. September 2018))

Die Beine sind todmüde, die Ohren noch voller Wasser und die Haare zerzaust. Es gibt wahrlich schönere Momente in einem Grossraumbüro zu sitzen, als nach dem Ritt auf einer künstlichen Surfwelle, die mit 16'000 Litern Wasser gespiesen wird und allein schon deren Rauschen Respekt einflösst. Ich seh’s positiv: Soeben durfte ich auf der ersten stehenden Welle der Schweiz einen Selbstversuch wagen. Das Fazit vorweg: Könner muss man nicht sein. Ausdauer und die nötigen Muskeln am richtigen Ort sind aber von Nutzen.

Doch von vorne. Bei der Mall of Switzerland in Ebikon wird am Donnerstag im Freizeit-Gebäude, wo sich auch das Kino befindet, die künstlich erzeugte Surfwelle eröffnet. Die Dimensionen lassen sich sehen: Das Becken misst 20-mal 28 Meter und ist bis zu 2 Meter tief. 8 Pumpen sorgen dafür, dass genügend Wasser aus dem 800'000 Liter fassenden Tank gespült wird und sich im Becken zu einer bis zu 1,4 Meter hohen Welle formt. Steht man erst am Beckenrand, merkt man sofort: Das ist ziemlich hoch.

Der Selbstversuch von Niels Jost im Video:

Höhe der Welle per Knopfdruck anpassen

So wird die Wellenhöhe für den ersten Ritt auf «bloss» 1,2 Meter gedrosselt. Für Kinder könnte sie auch auf 80 Zentimeter programmiert werden. Das Rauschen ist aber nicht minder Respekt einflössend. Die Tipps der anwesenden Surf-Instruktoren nimmt man deshalb gerne an: Das Gewicht auf das hintere Bein verlegen, Arme und Blick nach vorn richten – und ab geht die Post.

Wer schon einmal auf einem Seil balancierte, kennt das wackelige Gefühl des Ungleichgewichts. Und doch: Der «Turn» – die Seitwärtsbewegung – gelingt. Allerdings schaffe ich es nicht ganz zum anderen Beckenrand rüber und falle rücklings ins Wasser. Nach zwei, drei Versuchen klappt das Surfen bereits besser. Ungewohnt ist bloss, dass das Wasser von vorne statt wie im Meer von hinten auf einen zukommt, wie ich es von meinen Surftrips gewohnt bin. Und obwohl ich von dort die Kraft des Wassers kenne, staune ich über die Geschwindigkeit, mit der es unter mir hinweg rauscht. Die Strömung spült einen auch automatisch ans Beckenende, wenn man vom Brett fällt. Schmerzen? Keine. Spass? Definitiv, aber leider von kurzer Dauer. Denn bald schon steht der Gang zurück ins Grossraumbüro an ...

Oana-Betreiber Micha Federle erklärt, wie die Welle funktioniert

45 Minuten kosten bis zu 58 Franken

Die stehende Surfwelle in der Mall of Switzerland ist ein Teil des Freizeitbereichs, der am Donnerstag eingeweiht und von der Firma Oana betrieben wird. Neben der Welle gibt es auf 1200 Quadratmetern ein Restaurant mit Bar und ein Eventlokal, in dem etwa Firmenanlässe durchgeführt werden können. Für den Betrieb des Freizeitbereichs hat Oana laut Mediensprecherin Kim Grenacher 35 neue Stellen geschaffen.

Zu den Baukosten möchte Oana keine konkreten Zahlen nennen. Die Firma rechnet aber damit, dass pro Jahr 60000 bis 80000 Personen auf der Welle reiten, also im Durchschnitt etwa 200 pro Tag. Surfen kann man während 45 Minuten im privaten Rahmen oder mit bis zu zehn anderen Teilnehmern. Die Kosten variieren je nach Wochentag und Tageszeit und betragen zwischen 48 und 58 Franken. (jon)

Mehr Infos und Anmeldungen unter www.oana.surf

Der Surfer wirkt sicher auf seinem Brett. (Bild: Eveline Beerkircher (Ebikon, 12.09.2018))
Auch er zeigt sein Können. (Bild: Eveline Beerkircher (Ebikon, 12.09.2018))
Niels Jost beim Selbstversuch (Bild: Eveline Beerkircher (Ebikon, 12.09.2018))
Die künstliche Surfwelle kann zwischen 0,8 und 1,4 Meter hoch eingestellt werden. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Ebikon, 12. September 2018))
Alleine die Surfanlage hat rund 800'000 Franken gekostet. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Ebikon, 12. September 2018))
Die Surfwelle liegt im Freizeitgebäude, direkt neben dem Ebibeach, bei der Mall of Switzerland. (Bild: PD)
Ein Surfer zeigt auf der ersten, schweizweit festeingebauten Surfwelle der Schweiz in der Mall of Switzerland sein Können. (Bild: Urs Flüeler / Keystone (Ebikon, 12. September 2018))
Blick ins Restaurant. (Bild: PD)
Im Restaurant kann man sich verpflegen (Bild: PD)
Jan Wengeler, Centerleiter der Mall of Switzerland, startet die Welle.
10 Bilder

Die schweizweit erste Indoor-Surfwelle in Ebikon ist eröffnet

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