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Ueli Maurer erzählt im Luzerner Hinterland von seinen Turnerlebnissen

Das dreitägige Sportfest 2018 ist am Sonntag in Zell zu Ende gegangen. Bundesrat Ueli Maurer durfte sich während seiner Festansprache selber kurz wie ein Sportstar fühlen.
Stephan Santschi
Bundesrat Ueli Maurer erzählt in seiner Festansprache auch von seinen Turner-Erlebnissen. (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 3. Juni 2018))

Bundesrat Ueli Maurer erzählt in seiner Festansprache auch von seinen Turner-Erlebnissen. (Bild: Corinne Glanzmann (Zell, 3. Juni 2018))

Es ist Sonntagmorgen, die Turnerszene versammelt sich zum Schlusspunkt des dreitägigen Sportfests auf dem Festgelände in Zell. Die einen erholen sich in der Sonne, kurieren ihren Kater aus, andere sind schon wieder oder noch immer am Feiern. In der bunten Festgesellschaft sticht heraus, wer im noblen Zwirn unterwegs ist. Guido Graf, der Luzerner Regierungspräsident zum Beispiel oder Ueli Maurer, der Finanzminister. Letzterer trifft kurz nach neun Uhr ein, den ersten Termin im Luzerner Hinterland hat er schon hinter sich. In Willisau feuerte er anlässlich der 80-Jahr-Feierlichkeiten der Corporis-Christi-Bruderschaft den ersten Jubiläumsschuss ab.

Bevor er im grossen Zelt seine Festansprache hält, kommt er in Kontakt mit der Partygemeinschaft. «Sie sind schon beim ersten Apéro», bemerkt Maurer und nimmt unmittelbar vor der Bühne Platz. Ein sichtlich übernächtigter junger Mann mit Bierflasche macht ein Selfie mit dem SVP-Bundesrat und dem Luzerner CVP-Regierungsrat. Praktisch im selben Moment dröhnt sie los, die Musik, ohrenbetäubend. «Paradise» von George Ezra tönt aus den Boxen, danach Mark Forsters «Chöre». Die Leute stehen auf die Bänke, singen, klatschen und wippen. «Nie ist die Stimmung so gut wie an einem Turnfest», sagt Maurer in die Kamera von Tele Napf. Dann marschieren rund 50 Fahnenträger ein und eröffnen den offiziellen Teil des Festakts.

Festansprache von Bundesrat Ueli Maurer (Bild: Corinne Glanzmann)
Im Festzelt versammelten sich die Turnerinnen. (Bild: Corinne Glanzmann)
Die Fahnenträger der verschiedenen Vereine platzieren sich. (Bild: Corinne Glanzmann)
Die Turnerinnen des TSV Magglingen präsentieren ihr Können. (Bild: Corinne Glanzmann)
Auch ein Geistlicher kommt beim Festakt zu Wort. (Bild: Corinne Glanzmann)
Auszug aus dem Festzelt. (Bild: Corinne Glanzmann)
Bundesrat Ueli Maurer klatscht mit. (Bild: Corinne Glanzmann)
7 Bilder

Festakt Sportfest 2018

Maurer freut das Engagement im Hinterland

Der OK-Präsident André Aregger hat das Wort, er drückt seinen Stolz auf die Turnergemeinde aus, «wir haben gezeigt, dass wir auch auf einer grünen Wiese ein grossartiges Fest auf die Beine stellen können. Das war eine perfekte Leistung.» Es folgen die etwas langwierigen Rangverkündigungen, kurz vor elf Uhr kommt auch Ueli Maurer zu seinem ersten Apéro. Weisswein, Käse und Brot werden Politikern, Ehrengästen und Sponsoren serviert.

Und dann ist er da, der Augenblick, in dem sich der 67-jährige Bundesrat selber wie ein Sportstar fühlen darf. Tosender Applaus ertönt, als er sich hinters Rednerpult stellt. «Ruhe», schreit er ins Mikrofon – und die Menge schweigt, zumindest grösstenteils. «Gemeinsam turnen, gemeinsam feiern – ihr seid ein Teil der Schweiz. In einer Zeit, in der man eher ins iPhone schaut, anstatt miteinander etwas zu machen, ist das umso wichtiger», findet Maurer. «Integration, Training, Sieg und Niederlage – der Sport ist eine Lebensschule.» Viele hätten möglicherweise wie er selbst einmal von einer Teilnahme an Olympischen Spielen geträumt. «Letztlich geht es aber vor allem darum, sich zu verbessern und Freundschaften zu schliessen, die über das Fest hinausgehen.»

Dann beendet er seinen Auftritt und erntet wieder schallende Ovationen. «Ueli-Ueli»-Rufe sind zu hören, das Festzelt wird zum Hexenkessel. «Das hat wohl weniger mit meiner Person, als mit meinem Amt zu tun», kommentiert Maurer die berauschte Atmosphäre, nachdem er noch den einen oder anderen Autogrammwunsch erfüllt hat. In jungen Jahren war auch er in einem Turnverein, in Hinwil, wie er erzählt. «Vor allem wegen des Feierns.» Zum Turnen sei er nicht geeignet gewesen, «ich bin ein Gschtabi. Ich fahre lieber Ski oder gehe Biken».

Guido Graf animiert das Turnervolk zu einer Welle

Von den Emotionen lässt sich anschliessend auch Guido Graf anstecken, als er spontan die schriftlichen Leitplanken seiner Rede verlässt und das gesamte OK auf die Bühne bittet: «Jetzt mache ich etwas, das ich noch nie getan habe. Ich reisse eine Welle an.» Gesagt, getan – über tausend Arme gehen in die Höhe. Dann besinnt er sich wieder auf seine Funktion als Gesundheitsdirektor, «trinken, na ja ...», sagt er ins Publikum und schliesst mit der Bitte: «Schaut zu euch und kommt gut nach Hause.»

Hinweis: Die Ranglisten des Sportfestes

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