Der Tag nach dem Unglück: Unfallursache ist noch unklar und wird untersucht

Am Mittwoch wurden die Wrackteile der abgestürzten Cessna, die nach dem Start in Buttwil im Wald verunglückte, geborgen.

Eddy Schambron
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Teile der Unglücksmaschine liegen verstreut im Rüediwald.
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Teile der Unglücksmaschine liegen verstreut im Rüediwald.
Die Überreste des abgestürzten Kleinflugzeuges. Ein Teil davon war beim Absturz in Brand geraten.
Beim abgestürzten Flugzeug handelte es sich um eine Cessna.
Der Rüediwald war grossflächig abgesperrt.
Flugplatz Buttwil: Von hier startete die Unglücksmaschine.
Am Tag nach dem Absturz ist hier nicht viel los.

Teile der Unglücksmaschine liegen verstreut im Rüediwald.

CH Media

Es ist still auf dem Flugplatz Buttwil, keine 24 Stunden nach dem Absturz eines Kleinflugzeuges bei einem Waldstück bei Schongau, bei dem ein 78-jährige Schweizer Pilot ums Leben kam. Im Restaurant «The Hangar» trinkt niemand Kaffee, die Vertreter der Flugschule Eichenberger AG sind anwesend, aber nicht bereit, eine Stellungnahme abzugeben.

Ein einzelnes Flugzeug hebt ab, wie am Vortag die Unglücksmaschine, die kurz nach dem Start verunglückte. Die Absturzursache wird gegenwärtig von der Schweizerischen Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) und die Staatsanwaltschaft Emmen untersucht.

Die zweisitzige Cessna hob am Dienstag, etwa um 15.10 Uhr, vom Flugplatz Buttwil ab. Wenige Minuten später stürzte sie im Gebiet Rüedikerwald, nahe der Grenze zum Kanton Aargau, auf Schongauer Gebiet ab. Die Rettungskräfte konnten den Piloten nur noch tot bergen.

Auf dem Flugplatz Buttwil startete der 78-jährige Schweizer, kurz darauf stürzte er ab.

Auf dem Flugplatz Buttwil startete der 78-jährige Schweizer, kurz darauf stürzte er ab.

Die Feuerwehr rückte aus, weil ein Teil des Flugzeugwracks gemäss Angaben der Luzerner Polizei in Brand geriet. Die Unfallstelle im Wald wurde grossräumig abgesperrt, der Leichnam des Verstorbenen noch am Dienstagabend geborgen. Gestern wurden die Wrackteile abtransportiert. Die Untersuchungsbehörden ordneten eine Obduktion der Leiche am Institut für Rechtsmedizin an.

2003 verunglückten Fallschirmspringer tödlich

Der Flugplatz Buttwil wurde 1970 als Ersatz für den Flugplatz Spreitenbach, welcher dem Güterbahnhof und dem immer grösser werdenden Flughafen Zürich weichen musste, eröffnet. Realisiert haben ihn Rudolf und Werner Eichenberger, der Platz wird seit 2001 als Aktiengesellschaft in privatem Besitz verwaltet.

Mit seiner 675 Meter langen Graspiste kann er von kleineren Flugzeugen sowie von Helikoptern das ganze Jahr hindurch benützt werden. Seit 1970 bis heute hat die Flugschule Eichenberger AG unzähligen Personen den Einstieg in die Fliegerei ermöglicht. Der Flugplatz bietet ebenso Raum für die Segelfliegerei, für die Fallschirmgruppe Freiamt und ist ein beliebtes Ausflugsziel nicht nur für jene, die ab Buttwil einen Rundflug absolvieren wollen.

In all den Jahren blieb der Flugplatz oder seine nähere Umgebung nicht immer von Unfällen verschont. Ein besonders tragisches Unglück geschah am 25. Juni 2003, als eine Tandem-Masterin und ihr Passagier den abendlichen Fallschirmsprung nicht überlebten. 2013 überschlug sich im Februar eine Cessna F152 nach der Landung auf der schneebedeckten Piste, wobei der Pilot mit dem Schrecken davon kam.

Absturz in Schongau: Getöteter Pilot ist identifiziert

Der Pilot, der beim Absturz eines Kleinflugzeuges am Dienstag in Schongau ums Leben gekommen ist, konnte identifiziert werden. Es handelt sich um einen 78-jährigen Schweizer. Derzeit läuft die Bergung der Flugzeug-Wrackteile.