«Der Trend geht nach Luzern»

Der Kanton Zug galt über Jahre als das Paradies für Unternehmen. Nun holt Luzern auf. Doch der Preis könnte hoch sein.

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Firmen wollen sich vermehrt im Kanton Luzern ansiedeln. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Firmen wollen sich vermehrt im Kanton Luzern ansiedeln. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Den Kanton verkaufen, das ist ihr Job. Die Wirtschaftsförderer in Zug und Luzern machen kleinen und grossen Unternehmen ihre Kantone als Standort schmackhaft. Dabei kommen sie sich immer häufiger ins Gehege. Konnte der Kanton Zug über Jahre mit den tiefen Steuern, der guten Erreichbarkeit und einem perfekten Service für ansiedlungswillige Unternehmen punkten, hat inzwischen der Kanton Luzern häufig die Nase vorn.

«Wir sind auf den Listen der Beratungsunternehmen, die Firmen bei der Suche nach einem guten Standort ­helfen, nach oben gerutscht», erklärt André Marti, Wirtschaftsförderer des Kantons Luzern. Durch die Senkung der Unternehmenssteuer und die neue Autobahn nach Zürich konnte der Kanton Luzern aufholen. Und auch bei der Wirtschaftsförderung und dem Service, den die verschiedenen Ämter ansiedlungswilligen Firmen bieten, will Luzern mit Zug mithalten können.

Besseres Gesamtpaket

«In Luzern ist das Gesamtpaket für die Firmen besser und die Lebensqualität für die Mitarbeiter grösser als in Zug», fasst Wirtschaftsförderer André Marti die Vorteile des Kantons Luzern zusammen. Zuger Unternehmen, die sich im Kanton Luzern nach Land umschauen, um eine Produktion aufzubauen, das sei ein Trend seit einem Jahr. Dem widerspricht Gianni Bomio, Generalsekretär der Volkswirtschaftsdirektion im Kanton Zug. Die grossen Unternehmen im Kanton Zug würden vor Ort mit Bauten stark wachsen. Bei den kleinen und mittleren Unternehmen spürt jedoch auch Bomio einen Trend zum Überdenken des Standortes. «Wenn es um den Preis von Bauland geht, haben diese Firmen oft Vorstellungen, die im Zentrum der Region Zug nicht mehr erfüllt werden können.»

Luzern würde nun das Zuger Modell kopieren, sagt Bomio. «Luzern ist günstiger als der Kanton Zug – noch», erklärt er. Marti widerspricht: «Wir kopieren Zug nicht einfach, sondern gehen unseren eigenen Weg.» In Luzern wolle man die Fehler, die Zug gemacht habe, nicht wiederholen.

Nelly Keune

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