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Kommentar

Der Zentralschweiz bietet sich eine tolle Bühne

Die Seerose soll zu einem Pavillon und damit zur ganzjährigen Veranstaltungsplattform auf dem See werden. Keine schlechte Idee, meint Dominik Buholzer.
Dominik Buholzer

Das Jodlerkonzert auf dem See bei Beckenried, das Freilichttheater vor den Gestaden von Flüelen oder der schwimmende Käsemarkt bei Vitznau: Der Vierwaldstättersee soll zur Bühne werden. Möglich machen will dies eine private Stiftung. Sie will auch für die Kosten aufkommen, die durch den Umbau der Seerose zu einem Pavillon entstehen. Den Staat beziehungsweise den Steuerzahler würde dies nichts kosten. Zur Erinnerung: Die Seerose, die schwimmende Bühne, wurde für das Gästival im Jahre 2015 gebaut und rostet seither vor sich hin.

Das tönt gut, schon fast zu gut. Erst recht in einer Region, die sich mit kulturellen Grossprojekten in den vergangenen Jahren reichlich schwertat. An Ideen oder gar Visionen mangelte es nie. Der Sanierungs- bedarf beim Luzerner Theater ist nicht bestritten, doch können sich Stadt und Kanton seit Jahren weder auf ein Projekt noch auf eine Finanzierung einigen.

Nicht besser erging es der Salle Modulable, dem multifunktionalen Konzertsaal, der das KKL hätte ergänzen sollen. Zuerst war es die Geheimniskrämerei um den Financier, die Widerstände weckte, dann wurde jahrelang um einen möglichen Standort und zuletzt im Parlament um die Projektierungskosten gerungen. Letzten Endes diskutierte man mehr über Kosten und Standorte denn über die Chancen, die sich mit dem Projekt geboten hätten.

Es ist zu wünschen, dass die Diskussion dieses Mal eine andere ist. Einiges spricht dafür, dass dem auch so sein wird. Der Geldgeber ist bekannt: die Privatstiftung von Peter Pühringer, welcher auch hinter der Sanierung des Hotels Vitznauerhof in Vitznau steht. Angerührt werden soll nicht mit der grossen Kelle: Im Fokus steht die lokale Kultur und Kulinarik und nicht ein exklusives Publikum. Und für die öffentliche Hand entstehen keine Kosten.

All dies spricht für das Projekt. Ob auch ein Bedürfnis nach solch einer Bühne in der Region vorhanden ist und damit letztlich ein Beitrag zur kulturellen Vielfalt geleistet werden kann, muss sich erst noch weisen. Doch dazu müssen die Initianten den Beweis antreten können, sprich eine Bewilligung erhalten. Einen Versuch ist es wert.

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