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DETAILHANDEL: Supermärkte der Migros Luzern schieben Wachstum an

Die Genossenschaft Migros Luzern hat 2017 den Nettoumsatz um 0,9 Prozent auf 1,43 Milliarden Franken gesteigert. Der Gewinn ging aber wegen tieferer Preisen um 6,8 Prozent auf 47,1 Millionen Franken zurück.
Filialen sollen mit dem Onlinegeschäft verknüpft werden: Migros in der Mall of Switzerland in Ebikon. (Bild: Pius Amrein (21. März 2018))

Filialen sollen mit dem Onlinegeschäft verknüpft werden: Migros in der Mall of Switzerland in Ebikon. (Bild: Pius Amrein (21. März 2018))

Geschäftsleiter Felix Meyer sprach am Mittwoch am Hauptsitz der Migros Luzern von einem "fantastischen Jahr". Der Detailhandel habe in einem schrumpfenden Markt und bei insgesamt sinkenden Preisen den Umsatz um 1,7 Prozent vergrössern können. Die Hälfte des Wachstums sei dabei organisch gewesen.

Zum Wachstum trugen die Supermärkte bei, während die Fachmärkte einen Umsatzrückgang hinnehmen mussten. Pro Einkauf liessen die Kundinnen und Kunden im Durchschnitt 35,78 Franken liegen; das sind 60 Rappen weniger als 2016. Die Zahl der Einkäufe stieg aber um 3,3 Prozent auf 34,8 Millionen.

Grund für diese gegenläufige Entwicklung sei, dass es mehr kleine Ladenflächen gebe, erklärte Meyer. In kleinen Läden sei der Warenkorb naturgemäss kleiner.

Einkaufszentren unter Druck

Unter Druck waren die Einkaufszentren (Länderpark Stans, Surseepark, Zugerland). Das Zentrum in Zug konnte die Zahl der Besucher halten, die beiden anderen mussten Einbussen hinnehmen. Die Einkaufszentren müssten mit einer weiteren Abnahme der Frequenzen rechnen, sagte Meyer.

Im November 2017 war in Ebikon das Einkaufszentrum Mall of Switzerland eröffnet worden. Die Migros ist dort mit einem Supermarkt und Fachmärkten eingemietet. Mit dem Start und dem Weihnachtsgeschäft sei die Migros zufrieden, sagte Meyer.

Bezüglich der Zukunftsaussichten der Mall gab sich Meyer indes zurückhaltend. Das Einkaufszentrum sei vor 15 Jahren in einem anderen Umfeld geplant worden. Als es dann eröffnet wurde, habe niemand mehr auf die Mall gewartet. Offen sei, wie sich die Einkaufszentren in den nächsten Jahren entwickelten; die Mall habe aber sicher einen schweren Stand.

Zugute kommt der Migros, dass sie in dem neuen Einkaufszentrum nur Mieterin ist. Zudem sind die in der Mall angesiedelten Migros-Läden keine zusätzlichen Geschäfte, sondern ersetzten die eines anderen Standorts in Ebikon, wie Meyer ausführte.

Klubschule spürt Digitalisierung

Mit sinkenden Umsätzen kämpfte 2017 in der Zentralschweiz die Migros Klubschule. Der Umsatz ging um 5,9 Prozent auf 16,2 Millionen Franken zurück. Ein Grund dafür war, dass von Einwanderern weniger Deutschkurse belegt wurden, ein anderer ist die Digitalisierung und ein damit einher gehendes neues Lernverhalten. Bildung sei heute gratis, sagte Klubschulenleiter Roman Ziegler und wies auf die vielen erklärenden Gratis-Filme im Internet hin.

Die Genossenschaft Migros Luzern ist weiterhin die grösste private Arbeitgeberin der Zentralschweiz. Die Zahl der Mitarbeitenden ging zwar um 1,3 Prozent auf 5960 zurück, die Zahl der Stellen nahm aber um 1,2 Prozent auf 3316 zu. (sda)

Tabelle-Mogros. (Bild: Tabelle: LZ)

Tabelle-Mogros. (Bild: Tabelle: LZ)

Felix Meyer (59) ist Geschäftsführer der Genossenschaft Migros Luzern (Bild: Dominik Wunderli (LZ))

Felix Meyer (59) ist Geschäftsführer der Genossenschaft Migros Luzern (Bild: Dominik Wunderli (LZ))

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