Die Altstadt bleibt weiterhin ein Festort

Die Anzahl der Anlässe in der Luzerner Altstadt wird nicht begrenzt. Die Volksmotionäre sind beim Stadtparlament mit ihrem Anliegen abgeblitzt, hegen aber Hoffnung.

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Dänu Dellenbach und Band am Luzernfest auf dem Kapellplatz. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Dänu Dellenbach und Band am Luzernfest auf dem Kapellplatz. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Entscheid war eindeutig. Das Stadtparlament lehnt am Donnerstag eine Volksmotion der Altstadtbewohner ab. Diese forderten, dass die Anzahl der Anlässe in der Altstadt auf das Niveau von 1999 begrenzt wird. Durch das Aufbauen der Infrastrukturen würde der Zugang zu den Häusern behindert, während der Anlässe müssten die Anwohner bis an die Grenzen der Zumutbarkeit lärmige Lautsprecherdurchsagen und elektrisch verstärkte Musik ertragen. Trotz Ablehnung zeigten sämtliche Fraktionen aber Verständnis für das Anliegen.

Zuversichtliche Volksmotionäre

Trotz der Ablehnung ihres Anliegens waren die Volksmotionäre, die im Saal der Debatte folgten, nicht enttäuscht. Rolf Hilber, Präsident des Quartiervereins Altstadt, sagte: «Die Parlamentarier hatten Verständnis für unser Anliegen.» Die Diskussion sei gut gewesen. «Es war zu erwarten, dass sich der Rat gegen die Volksmotion ausspricht, vermutlich haben wir sie auch etwas gar stark formuliert», meinte Hilber, der bis Ende 2009 selbst im Grossen Stadtrat sass und diesen sogar präsidierte. Trotz der Ablehnung ist er zuversichtlich, dass der Vorstoss Wirkung zeigen wird. Denn bisher hätten die Altstädter ihre Sorgen windmühlenartig vorgetragen, ohne sich abgeholt zu fühlen. Ihm ist zudem bewusst, dass die Stadt gegen Polterabende kaum etwas ausrichten kann. Augenzwinkernd sagt Hilber: «Anhand der vielen Polterabende habe ich das Gefühl, dass die Leute alle zwei Jahre wieder heiraten.»

Christian Bertschi

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