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SBB bauen drei neue Brücken beim Kreuzstutz

Die 1912 und 1937 erbauten Bahnbrücken beim Kreuzstutz in Luzern befinden sich in einem schlechten Zustand. Die SBB will sie daher für 2,5 Millionen Franken ersetzen. Das hat Auswirkungen auf den Strassenverkehr.
Stefan Dähler
Der dreigleisige Bahnübergang beim Kreuzstutz besteht aus drei separaten Brücken, die nun erneuert werden sollen. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 5. März 2019)

Der dreigleisige Bahnübergang beim Kreuzstutz besteht aus drei separaten Brücken, die nun erneuert werden sollen. (Bild: Pius Amrein, Luzern, 5. März 2019)

Der Zahn der Zeit nagt an den drei nebeneinander errichteten Bahnbrücken beim Kreuzstutz. Zwei der rund 15 Meter langen Übergänge im Luzerner Basel-/Bernstrasse-Quartier sind inzwischen über 100 Jahre alt, sie wurden 1912 errichtet. Die Ergänzung um das dritte Gleis folgte im Jahr 1937. Inzwischen befinden sich alle drei Brücken in einem schlechtem Zustand, wie dem Baugesuch zu entnehmen ist. Zwar besteht «keine Gefahr für Personen und Betrieb», wie SBB-Mediensprecherin Franziska Frey auf Anfrage schreibt. Doch der Korrosionsschutz müsse erneuert werden und es gebe Mängel bei der Entwässerung. Die Bundesbahnen planen darum, die Brücken nächstes Jahr für rund 2,5 Millionen Franken zu ersetzen.

Die Inbetriebnahme der neuen Brücken ist am 27. November 2020 vorgesehen. Optisch wird sich nur wenig verändern. Vorgesehen sind drei separate Trogbrücken, die auf dem bestehenden Mauerwerk errichtet werden sollen. Die bestehenden Lärmschutzwände bleiben erhalten. Grössere Veränderungen wollen die SBB vermeiden, da diese «tiefgreifende Anpassungen an der bestehenden Infrastruktur auslösen würden», heisst es in den Auflagedokumenten. Das wäre aufgrund der engen Platzverhältnisse problematisch.

Vorrichtung für Trolleybus-Linie geplant

Apropos eng: Geplant ist eine sogenannte feste Fahrbahn anstelle einer Schotterfahrbahn. Dies, weil die Brücken mit 1,50 Metern zu wenig breit wären für den maschinellen Gleisunterhalt. Nötig seien dafür 2,50 Meter. Mit der festen Fahrbahn könne «auf kostenintensive Anpassungen an der Infrastruktur verzichtet werden». Weiter sind auf der Unterseite der Brücke Montageschienen für Trolleybus-Fahrleitungen vorgesehen. Dies für den Fall, dass dort eines Tages eine Elektrifizierung realisiert werden sollte. Ein konkretes Projekt ist derzeit nicht geplant, die Erweiterung der Linie 18 (diese verkehrt ab Ende Jahr zwischen Ebikon, Kreuzstutz und Littau) erfolgt ohne Fahrleitungen. Heute sieht die Unterseite der Brücke übrigens so aus:

An der Unterseite der Brücken werden später vielleicht Fahrleitungen montiert. (Bild: Pius Amrein, 5. März 2019)

An der Unterseite der Brücken werden später vielleicht Fahrleitungen montiert. (Bild: Pius Amrein, 5. März 2019)

Die Stahlkonstruktion wird vorgängig geschweisst. Die Bauarbeiten vor Ort dauern vom 1. September bis am 20. Dezember 2020, nach der Inbetriebnahme Ende November sind noch Fertigstellungsarbeiten nötig. Für den Abbruch der alten und den Aufbau der neuen Brücken wird die Strasse zwischen dem Kreisel Kreuzstutz und der St. Karli-Brücke an mehreren Tagen im Oktober und November komplett gesperrt. Die Busse müssen umgeleitet werden. Auch bei den Vorbereitungs- und Fertigstellungsarbeiten kann es gemäss SBB zu Verkehrseinschränkungen kommen. So müssen «voraussichtlich die Gehwege einseitig gesperrt und die Bushaltestellen verschoben werden. Weitere Details dazu sind noch nicht bekannt und müssen noch geplant werden», so Franziska Frey.

Auch Bahnbetrieb wird eingeschränkt

Auch auf den Bahnbetrieb hat das Bauprojekt Auswirkungen. «Während dem Ersatz der Brücken 1 und 2 wird voraussichtlich während einem Wochenende das Gleis Luzern-Ebikon gesperrt», so Frey. Dann werde zusätzlich die Strassenunterführung Seehof in Ebikon ersetzt. Für den Ersatz der Brücke 3 seien die Auswirkungen auf den Zugverkehr noch nicht bekannt.

Während der Bauzeit werden zudem die Parkplätze an der Lädeli- und an der Dammstrasse aufgehoben. Die Recycling-Sammelstelle auf dem Parkplatz Dammstrasse muss temporär an einen anderen Ort verschoben werden. Die SBB benötigen die Flächen als Installationsplätze.

Tagsüber werde in der Regel von 7 bis 12 Uhr und von 13 bis 17 Uhr, ausnahmsweise bis 19 Uhr gearbeitet. Es kommt aber auch zu Nacht- und Sonntagsschichten. Das lasse sich aus bahnbetrieblichen Gründen nicht vermeiden, heisst es in den Auflagedokumenten. Gewisse Arbeiten seien nur während der Betriebspausen bei gesperrtem Gleis möglich. Total seien rund 30 Nachtintervalle vorgesehen.

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