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Alterswohnheim Bodenmatt in Malters wird zur AG – Angestellten wird vier Jahre Besitzstandwahrung garantiert

Eine Mehrheit der Stimmbürger von Malters will das Alterswohnheim Bodenmatt zu einer Aktiengesellschaft auslagern. Diese soll bereits im Herbst gegründet werden.
Robert Knobel/Evelyne Fischer

In praktisch allen grösseren Gemeinden der Region Luzern wurden in den letzten Jahren die Alters- und Pflegeheime aus der kommunalen Verwaltung in eine gemeinnützige Aktiengesellschaft ausgelagert. Am Sonntag wurde nun auch in Malters die Grundlage dafür gelegt: Die Bevölkerung befürwortet die Auslagerung des Alters- und Pflegeheims Bodenmatt mit 737 Ja- zu 611-Nein-Stimmen. Die Stimmbeteiligung lag bei 26,21 Prozent.

Damit ist der Weg frei für die Gründung der «Pflege Malters AG». Diese verbleibt im Besitz der Gemeinde. Sozialvorsteherin Christine Buob (CVP) ist froh, «bekräftigt eine Mehrheit der Bevölkerung diesen Weg», wie sie auf Anfrage sagt.

AG soll im November gegründet werden

Nun geht es zügig vorwärts: «Schon im Juli soll die Suche nach fachkompetenten Personen für den fünfköpfigen Verwaltungsrat starten», sagt Christine Buob. «In der Anfangsphase wird auch der Gemeinderat mit einem Mitglied vertreten sein.» Welcher Gemeinderat im Verwaltungsrat Einsitz nimmt, sei noch unklar.

Die Gründung der Aktiengesellschaft ist per November vorgesehen. Die Pflege Malters AG soll am 1. Januar 2020 ihren Betrieb aufnehmen. Mittelfristig will man prüfen, ob weitere Pflegeangebote wie etwa die Spitex in die neue AG integriert werden.

Die Auslagerung war im Vorfeld der Abstimmung relativ unumstritten. Einzig die SP stellte sich gegen das Vorhaben. Ihre Argumente waren ähnlich wie in früheren Abstimmungen über Heimauslagerungen in anderen Gemeinden: Man befürchtet einen Verlust an Einfluss, eine Erhöhung der Heimtarife und eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter. Buob sagt hierzu:

«Den Angestellten des Alterswohnheims wird eine Besitzstandwahrung von vier Jahren garantiert. In dieser Zeit werden die Anstellungsbedingungen nicht verschlechtert.»

Weiter würden aufgrund der Umwandlung in eine AG keine Tarife steigen. «Beim 30-jährigen Heim kommen aber Renovationsarbeiten auf uns zu. Wie bei grösseren Investitionen – etwa Neubauten – üblich, werden dann die Taxen überprüft.»

Ferner wurde die Rechnung 2018 der Gemeinde Malters mit 1035 Ja-Stimmen zu 284 Nein-Stimmen angenommen und der Bericht über die Bilanzanpassung mit 1012 Ja-Stimmen zu 253 Nein-Stimmen gutgeheissen.

Ja zu neuem Kindergarten

Neben der Heimauslagerung haben die Stimmbürger von Malters am Sonntag auch über einen Kredit von 7,1 Millionen Franken abgestimmt. Dieser wird für den Bau eines neuen Kindergarten-Gebäudes bei der Schulanlage Eischachen gebraucht. Der Kredit wurde mit 960 Ja- zu 395 Nein-Stimmen gutgeheissen.

Das klare Ergebnis zeigt laut Gemeinderat, dass die Bevölkerung die Konzentration der Schulstandorte unterstützt. Das Projekt sieht einen Holzbau mit Erd- und Obergeschoss vor. Geht alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten nach den Herbstferien starten. Die neuen Kindergarten-Räumlichkeiten können voraussichtlich im November 2020 bezogen werden. Der Gemeinderat hatte sich unter anderem aus Platzgründen für einen Neubau und gegen eine Erweiterung der Schulanlage entschieden.

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