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Die Bilanz zum Jodlerfest in Horw: Zu viele Jodler ersingen sich Bestnoten

Rund 70'000 Besucher haben über drei Tage hinweg das Zentralschweizerische Jodlerfest aufgesucht. Ein sehr hohes Niveau haben dabei die Jodlerinnen und Jodler gezeigt. Die Organisatoren denken gar über eine neue Klassierung nach.
Lucien Rahm
Jodelleute präsentieren ihr Wettbewerbsstück am Jodlerfest. (Bild: Dominik Wunderli, Horw, 29. Juni 2019)

Jodelleute präsentieren ihr Wettbewerbsstück am Jodlerfest. (Bild: Dominik Wunderli, Horw, 29. Juni 2019)

Die Organisatoren des 63. Zentralschweizerischen Jodlerfestes zeigen sich mit allen Aspekten ihres Anlasses zufrieden. Das heisse Wetter hielt schätzungsweise 70'000 Personen nicht davon ab, den Anlass über die drei Tage hinweg zu besuchen. OK-Präsident Thomas Zemp: «Es ist ein schönes Gefühl, die leuchtenden Augen der Besucher zu sehen, die dieses Fest geniessen.» Die meisten dieser Augenpaare hätten das Horwer Dorfzentrum, wo sich Dutzende Festzelte befanden, am Samstagabend aufgesucht.

Dennoch erforderte die Hitze ein kurzfristiges Umdisponieren bei den Organisatoren. Auf die Schnelle wurden 100 zusätzliche Helfer gesucht, sodass ihre Kollegen sich mehr kühlende Pausen erlauben konnten. Bis am Freitag waren rund 50 davon gefunden, bis Samstag konnten fast 50 weitere gewonnen werden, wie OK-Sprecher Kurt Christen sagt.

Auch die am Fest umhergehenden Sanitäter hatten ihr Personal aufgestockt. Bis auf wenige Zwischenfälle aufgrund der Hitze kamen sie aber zu keinen grösseren Einsätzen. Am Samstag kollabierte eine Person in der Pfarrkirche und eine ältere Dame habe sich mit Atemproblemen gemeldet, so Christen.

Zweitklassierte Jodler sind jeweils enttäuscht

Grosse Zufriedenheit herrscht bei den Chefjuroren der Wettbewerbe. Über die drei Tage verteilt hätten sich rund 2500 Jodler, Fahnenschwinger sowie Alphorn- und Büchelbläser gemessen. Insbesondere das Niveau der Jodler sei im Vergleich zum letztjährigen Zentralschweizerischen Jodlerfest mit 75'000 Besuchern in Schötz nochmals gestiegen. «Am Samstag durften wir einen Wettbewerbsblock bewerten, in dem sämtliche Teilnehmer die oberste Klasse erreichten», sagt Juryobmann André von Moos. Rund 70 Prozent der 214 Jodelbeiträge – darunter Einzelsänger, Duos und Gruppen – kamen in dieser höchsten der vier möglichen Klassen zu liegen.

Das hat nicht nur Vorteile: Weil die meisten Teilnehmer Bestnoten erreichten, seien die 22 Prozent der zweiten Klasse umso enttäuschter mit ihrer Leistung, sagt Juryobfrau Bernadette Roos. «Dabei gilt das Erreichen der zweiten Klasse immer noch als ‹gut›.» Daher wolle man die Klasse zwei künftig aufwerten. Wie und wann das geschehen soll, lasse sich noch nicht sagen. «Es müsste aber eine markante Änderung sein, die eine grundsätzlich andere Klassierung mit sich bringen würde.»

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