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Die Chaos-Tage des EVZ – die Zuger verlieren auch in Langnau gegen die SCL Tigers

Bei der 3:5-Niederlage gegen die SCL Tigers lässt der EV Zug wiederum zu viel Spektakel vor dem eigenen Tor zu.
René Barmettler
Der EVZ musste auch gegen die SCL Tigers unten durch. Hier wurde Neuzugang Jerome Bachofner gefällt. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, Langnau, 20. September 2019)

Der EVZ musste auch gegen die SCL Tigers unten durch. Hier wurde Neuzugang Jerome Bachofner gefällt. (Bild: Urs Lindt/freshfocus, Langnau, 20. September 2019)

Etwas mehr als zehn Minuten waren noch zu spielen. Die Zuger machten sich auf, das 4:3 zu erzielen und damit eine verrückte Partie doch noch zu ihren Gunsten zu entscheiden. Doch dann leisteten Johann Morant und Oscar Lindberg ihrem Team einen folgenschweren Bärendienst. Der Franzose mit Schweizer Lizenz holte eine Zweiminutenstrafe in der gegnerischen Zone, ein Langnauer hatte während dieser Druckphase den Stock verloren und war in Bedrängnis. In Unterzahl holte sich dann noch der EVZ-Schwede Lindberg einen Restausschluss wegen eines Kniestichs. Die doppelte Überzahl nutzten die Langnauer zum 4:3 durch Harri Pesonen. Derselbe Spieler traf kurz vor Ende auch noch zum 5:3 ins leere Tor und durfte sich als Matchwinner feiern lassen.

Die Zuger indes zogen ihren zweiten Chaos-Spieltag nacheinander ein und liessen die Gegenspieler vor dem eigenen Tor einmal mehr viel zu oft gewähren. «Die Strafen gegen Ende können passieren. Mit diesem Spiel können wir aber allgemein nicht zufrieden sein», merkte EVZ-Stürmer Lino Martschini hinterher an.

Schmeichelhaftes 3:3 nach zwei Spielabschnitten

Die SCL Tigers bestritten in ihrem dritten Qualifikationsspiel bereits das dritte Heimspiel. Der Spielplan sieht vor, dass bis Mitte Oktober kaum einmal eine Vollrunde absolviert werden kann. Der Grund ist die Bauwut in der National League: Lausanne wird am kommenden Dienstag erstmals in ihrer nagelneuen Arena gegen Genève-Servette auflaufen. Bei Fribourg-Gottéron (1. Oktober) und Davos (18. Oktober) dauern die Umbautätigkeiten noch an. Das hat unter anderem zur Folge, dass die Bündner zeitweise bis zu sieben Partien in der Tabelle zur Konkurrenz hinterherhinken und diesen Rückstand erst am 25. Februar wettgemacht haben werden.

Langnau holte vor diesem dritten Heimspiel am Dienstag gegen die Freiburger den ersten Sieg (3:2) und hatte so die Möglichkeit, mit einem weiteren Vollerfolg die Zuger in der Rangliste zu überholen.

Zu Beginn lachte den Zentralschweizern noch das Glück entgegen: Statt in Rückstand zu geraten erspielten sie sich in der 7. Minute die Führung: Jan Kovar bediente Dario Simion – 1:0. Doch dann setzte wieder, wie schon zuletzt gegen Lausanne (5:6), der Schlendrian ein. Nach dem Handgelenkschuss von Anthony Huguenin lenkte Pascal Berger noch entscheidend zum 1:1 ab (15.). Gut zwei Minuten später bei vier gegen vier Feldspielern standen die Zuger völlig unsortiert: Severin Schilt konnte nach dem Querpass von Harri Pesonen unbedrängt zum 2:1 einschiessen. Kurz vor der Pause hatte der Gast nochmals viel Fortune, nachdem Raphael Kuonen das Zuspiel von Robbie Earl durch den Torraum nicht im Tor unterbrachte.

Machen es die Zuger gegen Lugano besser?

Wer nun dachte, die Zuger besannen sich im zweiten Spielabschnitt eines Besseren, der irrte. Dass es nach 40 Minuten 3:3 stand, war dem ungenügenden Abschlussvermögen der Emmentaler zuzuschreiben. Zunächst glich Zug in Unterzahl durch Yannick-Lennart Albrecht zum 2:2 aus (21.). Das 3:2 durch Kuonen (23.) gab dem Heimteam wohl viel Aufwind, aber zunächst keinen weiteren Ertrag. Stefan Rüegsegger traf nach einer Traumkombination nur den Pfosten (26.), Christopher Di Domenico (31.), Berger (32.) und Benjamin Neukom (34.) verpassten es, das Spiel vorzeitig zu Gunsten der Tigers zu entscheiden. Und so war es David McIntyre vorbehalten, wieder einmal Werbung in eigener Sache zu betreiben: Sein Schuss kurz vor der zweiten Pause wurde von einem Langnauer Stock zum 3:3 abgelenkt.

Dieser Ausgleich erwies sich schliesslich als nutzlos: Der EVZ erhält am Samstag die Gelegenheit, im Heimspiel gegen Lugano wieder etwas Terrain gut zu machen.

SCL Tigers – Zug 5:3 (2:1, 1:2, 2:0) 5538 Zuschauer. – SR Tscherrig/Urban, Altmann/Ambrosetti. – Tore: 7. Simion (Kovar) 0:1. 15. Berger (Huguenin, DiDomenico) 1:1. 17. Schilt (Pesonen/Ausschlüsse Kovar; Cadonau) 2:1. 21. (20:26) Albrecht (Ausschluss Lindberg!) 2:2. 23. Kuonen (Blaser, Maxwell) 3:2. 39. McIntyre 3:3 (Eigentor Schmutz). 52. Pesonen (Blaser/Ausschlüsse Morant, Lindberg) 4:3. 60. Pesonen (DiDomenico) 5:3 (ins leere Tor). – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4-mal 2 plus 5 Minuten (Lindberg) plus Spieldauer (Lindberg) gegen Zug. SCL Tigers: Punnenovs; Erni, Lardi; Glauser, Leeger; Schilt, Blaser; Cadonau, Huguenin; Kuonen, Maxwell, Neukom; DiDomenico, Berger, Pesonen; Schmutz, Earl, Dostoinow; Rüegsegger, Diem, Sturny. Zug: Genoni; Morant, Diaz; Schlumpf, Alatalo; Zryd, Zgraggen; Thiry; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Lindberg, McIntyre; Klingberg, Senteler, Bachofner; Leuenberger, Albrecht, Zehnder; Schnyder. Bemerkung: Zug ohne Thorell (überzählige Ausländer).

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