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Die eigene Partei überrascht

Emmen Als die SVP am letzten Samstag die Findungskommission für die nächsten Wahlen 2020 bildete, liess Urs Dickerhof die Katze aus dem Sack. «Bis dahin wussten wir nichts», sagt SVP-Präsident Marco Paternoster und gibt zu, dass der Zeitpunkt des Rücktritts für sie überraschend sei. Die Partei kann die Kommission nun gleich für die Ersatzwahl einsetzen. «Wir haben diverse erfahrene Leute, die für das Amt in Frage kommen», sagt Paternoster und betont, dass der Rücktritt von Dickerhof «ein grosser Verlust» sei: Er habe als Finanzvorsteher einen schwierigen Job und mache das super.

Ebenfalls überrascht vom Zeitpunkt zeigt sich FDP-Präsident Martin Birrer: «Es ist ja doch noch einiges offen», sagt er mit Blick auf den budgetlosen Zustand der Gemeinde. Er schätze Dickerhof als Menschen, zudem sage er stets klar seine Meinung. «Wenn ich einen Türsteher für die Disco engagieren müsste, dann wäre es Urs Dickerhof.» Dass es mit dem Anfang Jahr bekannt gewordenen Rücktritt von Susanne Truttmann (SP) nun gleich zwei Vakanzen in der Exekutive gibt, ist laut Birrer zwar speziell, «uns von der FDP bringt dies aber nicht in Zugzwang – wir haben zwei Sitze.»

Viel Lob von links für den SVP-Finanzvorsteher

Mit einem «Jein» antwortet SP-Fraktionschefin Barbara Fas auf die Frage, ob sie von Dickerhofs Rücktritt überrascht sei: «Wenn ich der SVP so zugehört habe, hatte ich eigentlich immer den Eindruck, dass die Partei nicht einfach so einen Nachfolger aus dem Ärmel schütteln kann.» Andererseits vermute sie, dass der kurzfristige Rücktritt wohl im Zusammenhang stehe mit der angespannten finanziellen Situation. Sie sagt: «Zugutehalten muss ich ihm, dass er um Lösungen bemüht war – und er hat sich trotz der roten Zahlen stets für das Personal eingesetzt.» Auch Grüne-Fraktionschef Andreas Kappeler lobt: ­«Motivierte Verwaltungsmitarbeitende sind wichtig für eine Gemeinde, dies hat Urs Dickerhof immer mit Nachdruck vertreten.» Der Rücktrittszeitpunkt kommt für ihn nicht überraschend: «Die Situation zwischen ihm und dem Parlament ist mit Blick auf das zurückgewiesene Budget nicht einfach.» Kap­peler will selber in den Gemeinderat. Über seine Nomination entscheidet die Partei am Donnerstag.

CVP-Fraktionschef Christian Blunschi würdigt Urs Dickerhof als «innovativ und engagiert» – in der Diskussion sei er jedoch oft «unnötig aufbrausend». Zuletzt habe er ihn «ein wenig amtsmüde» wahrgenommen. «Klar, er befindet sich in einer schwierigen Lage – trotzdem ist es unglücklich, dass nun gleich zwei von fünf Exekutivmitgliedern zurücktreten.» Ob die CVP bei der Ersatzwahl mit einer Kandidatur kommt, sei offen. (hor)

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