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Die ersten Neuzuzüger melden sich im Krienser Stadthaus an - sie kommen aus dem Sauerland

Die Einwohnerdienste haben am Montag ihren Schalterbetrieb im neuen Krienser Stadthaus aufgenommen. Noch erinnert vieles darin an eine Baustelle.
Sandra Monika Ziegler
Rogerio, Corina und Julia Borges freuen sich auf den Neustart in Kriens. Bild: Sandra Monika Ziegler (7. Januar 2018)

Rogerio, Corina und Julia Borges freuen sich auf den Neustart in Kriens. Bild: Sandra Monika Ziegler (7. Januar 2018)

Am Montagmorgen im Krienser Stadthaus: Noch gehen mehr Handwerker als Schalterkunden ein und aus. Das liegt nicht etwa am nasskalten Wetter, sondern daran, dass aktuell erst wenige Schalter am neuen Standort eröffnet sind. Weitere Abteilungen folgen jetzt täglich.

Bis am 28. Januar sind dann alle Dienste zentral am Stadtplatz 1 untergebracht. Der Service vom Einwohnerdienst kann aber bereits in Anspruch genommen werden.

Es läuft noch nicht alles rund

Wer das neue Haus betritt, nimmt für den ersten Stock die imposante Wendeltreppe oder den noch mit Schutzpapier ausgelegten Lift. Oben angekommen steht unübersehbar ein Ticketautomat. Und der hat es in sich. Die gewünschte Dienstleistung kann in vier Sprachen abgerufen werden, es folgt ein Ticket mit einer Nummer und am Wandmonitor ist zu sehen, wann man an der Reihe ist. So wäre es vorgesehen.

Der Ticketautomat beim Schalter, fotografiert an einem Medienrundgang vor der Eröffnung des neuen Stadthauses. Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 21. Dezember 2018).

Der Ticketautomat beim Schalter, fotografiert an einem Medienrundgang vor der Eröffnung des neuen Stadthauses. Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 21. Dezember 2018).

Aber an diesem Montag läuft es mit den Tickets noch nicht ganz rund, der Automat spukt zwischendurch gar keine aus. Deshalb bleiben Kunden verwundert davor stehen, blicken um sich und um den Automaten. Andere wissen ob der grossen Auswahl an Dienstleistungen erst gar nicht, welchen Knopf sie drücken sollen. «Komm, wir nehmen allgemeine Dienste, das geht immer», sagt die Frau zu ihrer Begleiterin. Auch sie wartet vergebens aufs Ticket. Doch lange dauert das Warten nicht und eine freundliche Stimme aus Richtung Empfangspult ertönt und fragt, wie man behilflich sein kann.

Architektur stösst auf gemischte Reaktionen

Falls die gewünschte Dienstleistung bereits erhältlich ist, wird man an einen der beiden Schalter verwiesen. Falls der Dienst noch gar nicht ins neue Stadthaus gezügelt ist, gilt der bisherige Standort und es wird einem eine Wegbeschreibung gegeben. Erste Kunden an diesem Montag haben ihren Wohnungswechsel bekannt gegeben, eine Parkkarte bezogen, sich nach der Hundesteuer erkundigt oder wollten ihr Neugeborenes anmelden.

Einige wenige schauten sich einfach mal um im «neuen» Haus. Viel zu sehen, ausser dem emsigen Treiben der Handwerker, gab es jedoch noch nicht. Die Regale mit den Merkzetteln, Formularen und Krienser Ausflugszielen sind noch nicht vollständig aufgefüllt. Den einen gefällt es trotzdem «super», sie schätzen die zentrale Lage. Andere können dem Neubau noch nichts abgewinnen. So sagt etwa Frau Baumgartner zum neuen Standort: «Ist schon praktisch, wenn alles an einem Ort ist, doch das alte Gemeindehaus hat mir persönlich von der Architektur her besser gefallen. Hier ist es mir zu kühl, zu modern.»

Die Familie Borges sorgt für die Premiere

Kurz nach 9 Uhr kommen weitere Personen. Es ist die Familie Borges. Sie sind die ersten Zuzüger, die sich im neuen Stadthaus anmelden. «Wir waren schon einige Male in Kriens auf Verwandtenbesuch, es gefällt uns sehr gut. Und jetzt kommen wir für immer», erzählt Mutter Julia Borges. Bisher warteten sie im deutschen Sauerland die Formalitäten ab. Jetzt sind sie gerüstet für einen Schweizer Neustart. «Hier in Kriens sind alle so hilfsbereit. Schauen sie mal, wir wohnen gleich hier über die Strasse», erzählt Julia Borges weiter und zeigt vor der grossen Fensterfront auf das benachbarte Haus.

Tochter Julia (14) blickt noch skeptisch drein, denn für sie bedeutet der Wohnortwechsel zugleich auch den Abschied von Freundinnen. «Das wird schon, wenigstens habe ich sprachlich keine Mühe, hier verstehen ja alle deutsch», lächelt sie scheu und verlässt das neue Stadthaus.

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