Die Fasnacht wird zum «Tatort»

In der Bahnhofhalle fasnachtet es schon gewaltig. Auch sonst haben Luzerns Guugger heuer einiges vor.

Drucken
Teilen
In der Bahnhof-Halle hängen eit Freitag wieder fantasievolle Fasnachts-Mobilles. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

In der Bahnhof-Halle hängen eit Freitag wieder fantasievolle Fasnachts-Mobilles. (Bild: Remo Nägeli/Neue LZ)

Seit gestern hängt der Himmel im Luzerner Bahnhof wieder voller fasnächtlicher Sujets. Das Thema der diesjährigen Fasnachtsausstellung des Vereins Bahnhof-Guuggete heisst «Tatort Luzerner Fasnacht». Entsprechend kriminalistisch angehaucht sind einige der 17 von Guuggenmusigen gebastelten Sujets. Die Rotsee-Husaren etwa zeigen eine ganz schön blutige «Psycho»-Mordszene. Es gibt auch Harmloseres, etwa den mit einer Filmrolle umwickelte Wasserturm der Carnasc Band. Die bunten Mobiles sind bis und mit den Fasnachtstagen zu bestaunen.

Morgen Samstag von 9.30 bis 22 Uhr ist pompöse Vernissage mit allen beteiligten Musigen. Der Erlös aus dem Verkauf von Getränken und Esswaren geht an die Kinderspitex Luzern.

Wildwest-Stimmung am «Guuggali»

Gestern informierten auch die Vereinigten Guuggenmusigen Luzern über ihre Aktivitäten 2013. Ihr vorfasnächtlicher Höhepunkt ist diesmal das «Guuggali» am Freitag, 18. Januar, im Hotel Schweizerhof. Gegen die Bezeichnung Maskenball wehren sich die Vereinigten. Sie reden von einem «einzigartigen Anlass, an dem die Besucher selbst das Motto mit ihrer Originalität bereichern und das Motto voll ausleben». «Old Wild West» lautet das Motto diesmal.

«Wir freuen uns, dass die Besitzerfamilie Hauser uns die stimmungsvollen ‹Schweizerhof›-Säle zur Verfügung stellt», sagte OK-Präsident Renato Leo. Fünf Guuggenmusigen werden im Zeugheersaal für fasnächtliche Stimmung sorgen, im Bringolf-Saal spielen die Bluegrass Beans. «Bei unserem wie üblich chaotisch organisierten Anlass wird es auch ein Bull-Riding geben», versprach Leo mit einem Schmunzeln.

Laut Leo sind für das «Guuggali» noch 200 bis 300 Tickets erhältlich. Maximal 1000 Personen werden Einlass finden. Tickets kosten im Vorverkauf 26 Franken, an der Abendkasse 28 Franken. Der Vorverkauf läuft über das Hotel Schweizerhof, die Wirtschaft zur Ente sowie online über die Guuggali-Website. Das «Guuggali» findet alle zwei Jahre statt. Erstmals wurde es 1969 durchgeführt.

Hugo Bischof