Die Fasnächtler haben das Publikum am Umzug in Hochdorf im Sturm erobert

Ganze 54 Nummern sind durch Hochdorf gezogen. Dass das Klima verrückt spielt, hat einige Gruppen zu kreativen Sujets motiviert.

Natalie Ehrenzweig
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Artsifartsi als «Badende mit Föhnfrisur und Traumfigur» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
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(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Die Högerlischränzer mit dem Motto «Born in the USA». (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Die Hahnerüücher als «Assozialdedektive» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Die Böögenzunft Nüderef mit dem Motto «Alles fährt Apresski» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Guuggenmusig Rossbomele mit «Geisha Dreams» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Guuggenmusig Rossbomele mit dem Motto «Geisha Dreams» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Zunftmeisterpaar Georg und Julia Wieser der Götschizunft (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Wageschlepper - Trolls (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Der Junggesellenclub Erlosen als «Police Academy Junggesellen» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Schnäggeschläcker (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Tambourengruppe Hochdorf (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Wagengruppe Baubuuum Ballwil mit «Cool Down» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Sieger Kinderumzug der Martinimutter (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Banner-Zunft «Multikulturell» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
Wageschlepper - Trolls (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)
(Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)

Artsifartsi als «Badende mit Föhnfrisur und Traumfigur» (Bild: Dominik Wunderli, Hochdorf, 5. März 2019)

Am Umzug in Hochdorf tauchten nicht nur Nummern aus dem Dorf auf, sondern auch aus der Nachbarschaft. Wer in den letzten Tagen von Korso zu Korso reiste, könnte daher ein Déjà-vu gehabt haben. Was weiter auffiel: Die meisten Musigen waren ohne Masken unterwegs. Vielleicht war das beim zwar sonnigen, aber stürmischen Wetter auch besser – denn bei den Piraten der EXTH waren die Frisuren schon ziemlich durcheinander.

Schön gebastelt haben die Sieger des Kinderumzugs, die etwa mit dem Drachen oder den Vögeln als Nummer zwei mitlaufen durften. Für Aufsehen sorgte der Grend des Tambourmajors der Wybärgschrecke-Muusig Hitzkirchertal: Er trug eine sehr hohe «Mars Attacks!»-Maske – mutig, bei den Windstössen! Furchterregende Grende präsentierten die Wiggertaler Tüfle, die als «Krampus» auftraten. Detailverliebte Verkleidungen haben auch die Hiltitaler mit ihren Sumpfmonstern geschaffen.

Umzug in Kürze

Anzahl Nummern: 54

Anzahl Zuschauer: 28000

Stimmung: froh über die Sonne

Dauer: 75 Minuten

Highlight: Artsifartsi

Schwitzende Eskimos, pittoreske Badende

Originell zeigte sich die Wagengruppe «Baubuum» Ballwil, die mit ihrem Iglu auf die schwitzenden Eskimos aufmerksam machen wollten. Da waren fischende Inuits zu sehen, Hundeschlittenfahrer mit Huskies und Pinguinen. Ägypten wiederum war sowohl bei der Maskengruppe Sisyphus und bei den Stägbachfäger Hohenrain Trumpf.

Die Martinifamilie Kathriner fuhr am Umzug gleich mit zwei Wagen vor: Auf dem einen wurde mit einem Skilift die Berg-(Sport-)Leidenschaft gefeiert, auf dem anderen war Strandleben mit Bar und Rettungsschwimmer angesagt. Um Letztere wären vielleicht Artsifartsi froh gewesen: Zwar ohne grosses Spektakel, dafür mit umso liebevolleren, ausdrucksstarken Masken präsentierten sie sich als Badende, mit herzigen Badekappen und einer tadellosen Figur.

Zehn Guuggenmusigen feierten Jubiläen – zusammen blicken sie auf 335 Jahre Fasnacht zurück. Die Eichlefääger aus Würenlingen hatten zwar keinen Geburtstag zu feiern, dafür beeindruckten sie das Publikum mit coolen Choreografien zu ihren Stücken. Last Friday tanzten nicht, dafür präsentierten sie eine neue Wettertheorie: Das Wetter sei nämlich davon abhängig, ob genügend Raclette und Fondue gegessen werde. Fast musste man sich sorgen, dass ob des starken Winds das grosse Tischtuch unter dem Riesencaquelon fortgefegt würde.