Die Firma hinter den Luxus-Veloparkplätzen ist Konkurs – der Gründer gibt aber nicht auf

Die modernen Veloparkplätze am Bahnhof Luzern waren kein Erfolg. Nach dem Abbau der Anlage ist die Smartmo AG nun Konkurs. Der Firmengründer gibt aber nicht auf.

Janick Wetterwald
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Die 50 Veloparkplätze wurden über längere Zeit schlecht genutzt.

Die 50 Veloparkplätze wurden über längere Zeit schlecht genutzt.


Archivbild: Eveline Beerkircher (10. Oktober 2019)

Das Luzerner Start-up Smartmo ist Konkurs. Dies ist dem Kantonsblatt vom 31. November zu entnehmen. Die Smartmo AG lancierte im September 2019 am Bahnhof in Luzern ein neues Veloparkiersystem. Der Aufruhr rund um das Projekt war von Anfang an gross. Der moderne Veloständer wurde an einem Ort platziert, wo früher ebenfalls ein Abstellplatz für Velos war – mit viel mehr Kapazität.

Smartmo aber setzte auf Sicherheit und Innovation. Man sprach von einem Hochsicherheitstrakt und wies auf die integrierte Ladestation für E-Bikes hin. Die 50 Plätze wurden jedoch über längere Zeit schlecht genutzt. Die Reservation eines Ständers kostete in der ersten Stunde 66 Rappen. Bei jeder weiteren Stunde kamen 6 Rappen dazu. Maximal zahlte ein Benutzer 1,80 Franken pro Tag. Das System funktionierte mit einer App und via Swisspass oder QR-Code.

Seit Juni 2020 waren die Luxus-Veloparkplätze gar gratis zu haben. Lediglich für den Strom zum Aufladen des E-Bikes fielen Kosten an.

Firmengründer will Verbesserungen und sucht Geldgeber

Im August 2020 wurden die grünen Veloständer beim Bahnhof Luzern wieder abgebaut. Das Pilotprojekt sei beendet, hiess es und man wolle über die Bücher gehen. Trotz Konkurs bestätigt Firmengründer Daniel Hänggi dieses Vorhaben gegenüber dem Onlineportal «Zentralplus»: «Wir müssen jetzt unsere Hausaufgaben machen. Dazu gehört etwa die Verbesserung der App.» Hänggi könne sich vorstellen, mit anderen Mobilitätsanbietern, wie zum Beispiel Mobility zu kooperieren und er sei auf der Suche nach neuen Investoren.

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