Die Fussgänger sollen in Luzern weniger Rot sehen

In der Stadt Luzern sollen die Fussgänger weniger lang warten müssen, bis die Ampeln für sie auf Grün wechseln. Der Stadtrat ist bereit, dieses Anliegen zu prüfen. Die Busse dürfen durch die Massnahme zu Gunsten der Fussgänger aber nicht behindert werden.

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(sda) Der Stadtrat ist bereit, ein Postulat der Fraktion SP/Juso entgegenzunehmen, wie er am Dienstag mitteilte. Der Vorstoss verlangt, dass die Fussgänger an sämtlichen Ampeln maximal 50 Sekunden warten sollen. Auf gewissen verkehrsarmen Strassen soll der Grundzustand der Fussgängerampel Grün sein.

Dieser Forderung nach Dauergrün erteilt der Stadtrat eine Absage. Fussgängerampeln gebe es in Luzern nur an Strassen mit viel Verkehr. Es gebe somit keine Ampeln, bei denen Dauergrün möglich wäre.

Er sei aber bereit, die Wartezeiten an sämtlichen Fussgängerstreifen auf den Gemeindestrassen zu überprüfen und wo möglich zu verkürzen, schreibt der Stadtrat. Für die Kantonsstrassen auf Stadtgebiet wolle er sich ebenfalls beim Kanton für dieses Anliegen einsetzen.

Mehr Grün für die Fussgänger wird sich aber auf den öffentlichen Verkehr, den Autoverkehr und den Veloverkehr auswirken. Diese Auswirkungen seien in die Überprüfung einzubeziehen, schreibt der Stadtrat.

Besonders im Auge haben will der Stadtrat die Auswirkungen für den Busverkehr. Bei den Lichtsignalanlagen geniesse der öffentliche Verkehr heute Priorität, schreibt der Stadtrat. Die Busse sollten möglichst ohne Stopp von Haltestelle zu Haltestelle fahren können, damit sie den Fahrplan einhalten könnten. Auf Strassen mit vielen Buslinien verlängere sich deswegen die Wartezeit für die Fussgänger.

Priorität haben dürfte bei der Verkürzung der Wartezeiten die Fussgängerampeln an den Hauptachsen der Kantonsstrassen. Dort müssen die Fussgänger heute 70 bis 90 Sekunden warten, bis sie die Strasse überqueren können.