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Luzerner Beachvolleyball-Turnier: Jetzt ruht alle Hoffnung auf einer geheimnisvollen Frau

Der Wirbel rund um das internationale Beachvolleyball-Turnier nimmt kein Ende. Mittlerweile hat der Pressechef aufgegeben. Dafür taucht ein neuer Name in der Öffentlichkeit auf – eine gewisse Frau Kasper.
Thomas Heer
Nur wenige Zuschauer waren am Beach Volleyball World Tour im Lido dabei. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Mai 2018))

Nur wenige Zuschauer waren am Beach Volleyball World Tour im Lido dabei. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 11. Mai 2018))

Presseverantwortliche, ob in Verwaltungen oder Firmen, tun sich oft schwer, Klartext zu reden. In nicht unerheblicher Zahl finden sich in dieser Berufsgruppe Verwedler, Schönredner und Rauchpetardenwerfer. Ihre Aufgabe besteht häufig darin, die Organisation, für die sie arbeiten, in möglichst positiver Art und Weise darzustellen. Imageschädigende Fakten werden tunlichst unter dem Deckel gehalten. An den Journalisten liegt es dann auch, weniger erfreuliche ans Tageslicht zu fördern.

Umso überraschender ist es, wenn einer Redaktion eine E-Mail mit unter anderem folgendem Inhalt zugestellt wird: «Ich habe meine Funktion als Kommunikationsverantwortlicher offiziell niedergelegt, da ich nicht mehr hinter meinen Aussagen im Zusammenhang der Beach Sports Lucerne AG stehen kann. Meine eigene Glaubwürdigkeit ist mein höchstes ‹Gut› – und diese kann ich leider entgegen meiner Erwartung/Hoffnung schon länger nicht mehr aufrechterhalten. Es gibt ganz einfach zu wenig Facts, die kommuniziert und eingehalten worden sind.» Absender des Schreibens ist Raphael Imhof, bis vor zwei Tagen Medienverantwortlicher der Beach Sports Lucerne AG.

Der Vorname wird nicht verraten

Als Chronist, der das Treiben rund um das internationale Beachvolleyball-Turnier von Luzern seit längerem journalistisch begleitet, kann man Imhofs Aussagen nachvollziehen. Diese Woche kam es nämlich zur nächsten faustdicken Überraschung. Und zwar ist plötzlich eine Frau Kasper aufgetaucht. Eine geheimnisvolle Dame, offenbar aus Deutschland. Frau Kasper will nach eigenen Aussagen aktiv mithelfen, das längst versprochene und zur finanziellen Stabilisierung der AG nötige Darlehen aus Bahrain respektive den Vereinigten Arabischen Emiraten in die Schweiz zu transferieren.

Wer diese Frau Kasper genau ist, will sie während eines Telefonats auch nach mehrfacher Nachfrage nicht sagen. Weder Vor­name, E-Mail-Adresse noch die ­Domiziladresse ihrer «Kasper Consulting» rückt sie heraus. Auch eine Nachfrage beim Verwaltungsrat der Beach Sports Lucerne AG bringt keine Klärung. Es heisst lediglich, diese Frau Kasper komme aus dem Norden Deutschlands, möglicherweise aus Schleswig Holstein.

Weiss der CEO der AG, Marcel Bourquin, mehr über diese Person? CEO Bourquin reagiert nicht auf die Anfrage der «Zentralschweiz am Sonntag». Einzig die immer gleiche Bandansage auf dem Festnetzanschluss und dem Natel ist von ihm zu vernehmen. Der darauf versprochene Rückruf: Fehlanzeige.

Weiss der Turnierdirektor des Internationalen Beachvolleyballturniers, Siegbert Brutschin, ein ehemaliger Handballspieler, der einst für die Nationalmannschaft der DDR auflief, mehr? Auf eine Anfrage beim Verwaltungsrat, mit der Bitte um Brutschins Handy-Nummer, folgt diese SMS-Nachricht: «Ich muss zuerst das OK von ihm einholen.»

Plötzlich ist von 2,8 Millionen Franken die Rede

Aber zurück zu Frau Kasper: Sie nennt überraschend neue Zahlen. Bislang wurde vom zurückgetretenen Sprecher der AG, Raphael Imhof, stets kommuniziert, aus dem Mittleren Osten sei vom Investor ein Darlehen über 1,5 Millionen Franken in Aussicht gestellt worden. Nun nennt Frau Kasper aber die Zahl von 2,5 Millionen Euro, was in etwa 2,8 Millionen Franken entspricht. Zu begrüssen wär’s, bekäme die AG dieses Geld nach monatelanger Warterei nun endlich. Denn aus dem Umkreis der AG ist zu vernehmen, dass, wenn dieses Geld nicht endlich fliesst, in Bälde Massnahmen eingeleitet werden müssten. Heisst das: Die Bilanz muss deponiert werden? Das wäre schlimm, auch für all jene Gläubiger des Vereins Pro Beachvolleyball Luzern. Die Vorgänger-Organisation der AG ging nämlich wirtschaftlich den Bach runter und hinterliess einen Schuldenberg von über zwei Millionen Franken. Die AG wurde danach auch gegründet, um einen Teil dieser Schulden abzutragen.

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