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Die Grippewelle nimmt nochmals Fahrt auf – dieser Tage wird die Zahl der Erkrankten steigen

Der epidemische Schwellenwert ist seit einigen Tagen überschritten. Dennoch registriert das Luzerner Kantonsspital deutlich weniger Erkrankungen. Für eine Entwarnung ist es aber noch zu früh.
Yasmin Kunz
Gliederschmerzen, Schüttelfrost und hohes Fieber können auf eine Influenza hindeuten. Noch ist die aktuelle Grippewelle nicht überstanden. (Symbolbild: Eveline Beerkircher)

Gliederschmerzen, Schüttelfrost und hohes Fieber können auf eine Influenza hindeuten. Noch ist die aktuelle Grippewelle nicht überstanden. (Symbolbild: Eveline Beerkircher)

Sie ist da, wenn auch im Vergleich zur Vorjahressaison kaum bemerkbar: die Grippewelle. Trotzdem wurde in den vergangenen Tagen gemäss Bundesamt für Gesundheit (BAG) der epidemische Schwellenwert mit 140 Fällen pro 100’000 Einwohner um rund das Doppelte überschritten.

Die Intensität, die Länge und die Art der zirkulierenden Virenstämme und die Auswirkungen auf die Bevölkerung variieren von Jahr zu Jahr. Während im letzten Jahr deutlich mehr schwere Fälle zu beobachten waren, ist die diesjährige Grippe schwächer.

Noch dauert die Grippesaison an

Marco Rossi, Infektiologe am Luzerner Kantonsspital, bestätigt, dass die Grippe heuer weniger heftig ist als im Vorjahr. «Wir registrieren deutlich weniger Influenza-Fälle.» Im Fachjargon wird die Grippe Influenza genannt. Einige Betroffene seien jedoch schwer krank und hätten aufgrund der Grippe Komplikationen. Die Grippesaison dauert in der Regel bis Ende Februar, darum gibt Rossi noch keine Entwarnung: «Wir sind weiterhin auf alles gefasst.» In der vergangenen Saison wurden noch im März zahlreiche Influenza-Erkrankte hospitalisiert.

Am meisten von einem grippalen Infekt betroffen waren bisher laut BAG Kleinkinder zwischen 0 und 4 Jahren. Die Erkrankungen in dieser Alterskategorie sind nun allerdings sinkend. Ab dem 5. Lebensjahr und bis über 65 Jahre steigt die Zahl der Grippeerkrankungen aktuell hingegen an. Besonders verbreitet ist die Influenza in den Kantonen Tessin und Graubünden. Am wenigsten Fälle werden derzeit in den Ostschweizer Kantonen registriert.

Vorjahres-Saison: 60 Grippe-Erkrankte mussten auf den Intensivstationen behandelt werden

Rückblick: Die Grippe-Saison 2017/18 dauerte aussergewöhnlich lange und war zugleich ziemlich heftig. Das Luzerner Kantonsspital mit den Standorten Luzern, Wolhusen und Sursee registrierte damals Anfang April mehr als 600 Grippefälle. Eine Saison zuvor waren es etwa halb so viele. Rund 60 Personen mussten vor einem Jahr gar auf den Intensivstationen der Luks-Standorte Luzern, Wolhusen und Sursee behandelt werden.

So unterscheiden sich Grippe und Erkältung

Grippe und Erkältung sind unterschiedliche Infektionskrankheiten, die beide durch Viren ausgelöst werden: die Grippe durch Influenzaviren, die Erkältung durch Rhino- oder Adenoviren. Die jeweils im Herbst angebotene Grippeimpfung wirkt nur gegen die Influenzaviren. Darum kann es sein, dass auch geimpfte Personen an einer Erkältung erkranken. Die Ansteckung erfolgt in beiden Fällen üblicherweise über Tröpfchen – durch Niesen, Husten oder Sprechen werden die Viren über die Atemwege aufgenommen. Eine zuverlässige Diagnose ist nur durch einen Labortest möglich.

Bezüglich Symptome grenzen sich die beiden Krankheiten nicht klar von­einander ab. Während eine Influenza plötzlich in Erscheinung tritt, kommt eine Erkältung schleichend. Bei einer ­Erkältung treten typischerweise folgende Symptome auf: Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen, leichtes Fieber. Es kann auch zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen, des Mittelohrs, der Mandeln oder der Lunge kommen.

Bei einer Grippe sind die Symptome auffällig heftiger: Gliederschmerzen, Schüttelfrost, hohes Fieber, Appetitlosigkeit, starke Müdigkeit. Eine Grippe kann in schlimmen Fällen zu Herzmuskel-, Hirnhaut-, oder Lungenent­zündungen führen. Im Extremfall, vorwiegend bei geschwächten Menschen, kann eine Influenza-Infektion zum Tod führen. Während eine Erkältung in wenigen Tagen abklingt, dauert die Grippe meist markant länger. (kuy)

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