Die Grünen Kriens stellen bunte Pflanzentröge auf Stadtplatz – und werden jetzt zurückgepfiffen

Die Grünen Kriens wollten die «Asphaltwüste» begrünen. Weil die Geschenkaktion jedoch nicht bewilligt wurde, muss die Partei nun wieder zurückkrebsen.

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Die Grünen Kriens platzierten Pflanzentröge auf dem Stadtplatz Kriens.

Die Grünen Kriens platzierten Pflanzentröge auf dem Stadtplatz Kriens.

Bild: PD

(rai) Auf dem Stadtplatz Kriens durchbrachen bunte Blumenkästen die karge Beton-Landschaft. Verantwortlich dafür sind die Grünen Kriens, die dadurch auf die Notwendigkeit einer Aufwertung des Platzes aufmerksam machen. «Nun leisten auch wir unseren Beitrag und zwar an einem Ort, der allen Krienserinnen und Kriensern wichtig ist: dem kargen Stadtplatz», verkündete die Partei am Sonntag. Der besagte Platz solle so begrünt werden, wie sich dies die Bevölkerung wünsche. Wie aus der Mitteilung weiter hervorgeht, stört sich diese nämlich an der «Asphaltwüste».

Für die Geschenkaktion holten sich die Grünen Kriens jedoch keine Bewilligung ein, wie es die Partei auf Anfrage bestätigte. Benedikt Anderes, Informationsbeauftragter der Stadt Kriens, sagte, dass das Bau- und Umweltdepartement zwar eine Standaktion am Samstag auf dem Stadtplatz bewilligte. Dass die dazugehörigen Pflanzentröge weiterhin den Platz begrünen, wurde jedoch nicht bewilligt – und auch nicht beantragt. So sollen diese wieder abgeholt werden. Die Immobiliendienste, welche für den Stadtplatz zuständig sind, hätten dies bereits veranlasst und entsprechende Stellen beauftragt, die Tröge abzuholen.

Laut der Grünen Kriens sei der graue Stadtplatz auch im Einwohnerrat schon mehrmals Thema gewesen. So seien die meisten Parteien unzufrieden mit der Gestaltung des Platzes. «Wenn der Stadtrat nicht aktiv wird, dann wird es der Einwohnerrat», so die Medienmitteilung. Auch andere Parteien hätten schon zur Aufwertung von Kriens beigetragen. Beispielsweise die FDP und Pro Sonnenberg, die Bänkli aufstellten, oder die CVP, die auf der Langmatt einen Baum gepflanzt hatte.

Anderes bestätigt: «Die Stadt Kriens ist seit Januar aufgrund von politischen Vorstössen daran, Ideen zu entwickeln, wie der gesamte Stadtplatz in Zukunft sinnvoll und zum Stadthaus passend gestaltet werden könnte, ohne damit heutige Nutzungen zu blockieren.»

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