Das 14. Adventsfenster zeigt uns die Helfer des Christkindes

Das Christkind alleine kann nicht alle Kinder beschenken – es erhält Hilfe von der Post.

Martina Odermatt
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In der Distributionsbasis der Post in Willisau gibt es an den Weihnachtstagen viel zu tun.

In der Distributionsbasis der Post in Willisau gibt es an den Weihnachtstagen viel zu tun.

Bild: Pius Amrein (10. Dezember 2019)

Früher, da gingen mein Bruder und ich mit unserem Paps an Heiligabend jeweils in die Kirche. Damit das Christkind in der Zwischenzeit all die Geschenke bringen könne, hiess es. Und siehe da: Als wir nach dem Gottesdienst in die heimische Stube traten, brannten die Kerzen am geschmückten Christbaum, und an dessen Fusse warteten die reichlichen Gaben darauf, von uns ausgepackt zu werden. Leuchtende Kinderaugen.

Nun ist ja bekannt, dass das Christkind ein paar Helfer hat, um all die Kinder zu beschenken. So einen Aufwand schafft es nämlich nicht alleine. Neben Eltern, Tanten, Onkeln und Bekannten gehören auch Pöstler zu den Helfern.

Tetris spielen – aber in echt

Sie verschieben Ferien und Kompensationsansprüche auf weniger intensive Wochen, legen Extraschichten ein und fahren zusätzliche Routen, damit alle Pakete pünktlich ankommen. Das Innere der Lieferwagen der Post sieht in der Adventszeit aus wie bei einem Tetris-Spiel. Jede Lücke wird genutzt, das Auto bis unters Dach gefüllt.

Einer dieser gelben Helfer des Christkindes ist Armin Portmann. In aller Herrgottsfrüh ist er in der Distributionsbasis in Willisau und ordnet mit seinen Kollegen die Pakete so im Lieferwagen an, dass es von der Route und vom Platz her am meisten Sinn ergibt. Keine einfache Angelegenheit. Doch am Schluss ist der Wagen gefüllt und bereit für die Auslieferung der Päckli.

Laut Angaben der Post verarbeitet der Konzern in den letzten beiden Wochen vor Weihnachten jeweils deutlich mehr als sechs Millionen Pakete. An Rekordtagen sind dies zur Weihnachtszeit bis zu 1,4 Millionen Pakete – die doppelte Menge eines Durchschnittstages. Die Paketsortierungsanlagen laufen im Dezember mit über 20 Stunden praktisch rund um die Uhr. Die Post schätzt, dass sie in der intensiven Vorweihnachtszeit wohl täglich jeden dritten Haushalt besucht.