Die Hochschule Luzern verzeichnete 2019 so viele Studierende wie noch nie

An der Hochschule Luzern waren 2019 so viele Studierende eingeschrieben wie noch nie. Besondere Höhepunkte waren die Eröffnung des Campus Zug-Rotkreuz sowie die zweite Bauetappe in der Viscosistadt in Luzern-Emmenbrücke.

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(dvm) Die Studienangebote der Hochschule Luzern (HSLU) ziehen immer mehr Studentinnen und Studenten an. Das zeigen die Jahreszahlen für das Jahr 2019. Insgesamt waren im Herbst des letzten Jahres 7'066 Personen für ein Bachelor- oder Master-Studium an der Hochschule Luzern eingeschrieben – 500 mehr als im Vorjahr. Das schreibt die HSLU in einer entsprechenden Mitteilung. 45 Prozent von ihnen waren Frauen. Während 43 Prozent aller Studierenden aus der Zentralschweiz stammten, kamen sechs Prozent für ein Studium aus dem Ausland an die HSLU.

Medienrundgang durch den 2019 eröffneten Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern auf dem Suurstoffi Areal.

Medienrundgang durch den 2019 eröffneten Campus Zug-Rotkreuz der Hochschule Luzern auf dem Suurstoffi Areal.

Bild: Stefan Kaiser (Rotkreuz, 20. August 2019)

Rund 70 Prozent aller Studierenden der Hochschule Luzern sind in einem Studiengang im Bereich Technik & Architektur, Wirtschaft oder Informatik eingeschrieben, wie dem Jahresbericht zu entnehmen ist. Bei den Studierendenzahlen am meisten zugelegt haben die Departemente Wirtschaft (über 300 Studierende mehr als im Vorjahr) und Informatik (plus 170). Aber auch die Bachelor- und Masterprogramme der Departemente Soziale Arbeit, Design & Kunst und Musik verzeichneten mehr Anmeldungen als noch ein Jahr zuvor. «Es sind nicht zuletzt attraktive neue Studienangebote, die zu diesem Wachstum beigetragen haben», so Markus Hodel, Rektor der Hochschule Luzern. Im letzten Jahr ist beispielsweise der Bachelor-Studiengang Business Psychology erfolgreich gestartet.

Auch im Bereich Weiterbildung gehört die Hochschule Luzern zu den führenden Anbieterinnen in der Schweiz. Insgesamt 11'534 Personen haben im letzten Jahr eines der zahlreichen Weiterbildungsangebote besucht. Davon absolvierten 4'482 ein Weiterbildungsstudium (CAS, DAS oder MAS) und 7'052 einen Fachkurs oder ein Fachseminar.

2019 war «finanzielle Herausforderung»

In den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen bleibt die Hochschule Luzern laut eigenen Angaben eine gefragte Adresse. Insgesamt 498 neue Projekte starteten im vergangenen Jahr, 288 davon waren durch externe Partnerorganisationen aus der Schweiz und aus dem Ausland finanziert oder in Auftrag gegeben. Finanzielle Mittel flossen unter anderem von Innosuisse, dem Schweizerischen Nationalfonds, dem Bund und von EU-Programmen in die HSLU-Forschung. Der gesamte Forschungsumsatz betrug rund 55 Millionen Franken.

Die Hochschule Luzern gehört mit 1'828 Mitarbeitenden zu den grössten Arbeitgeberinnen der Zentralschweiz. 784 Professorinnen, Professoren und Dozierende sind an der HSLU beschäftigt. Dazu kommen 559 assistierende und wissenschaftliche Mitarbeitende und 485 administrative und technische Angestellte.

Die Jahresrechnung 2019 muss die Hochschule Luzern bei einem Umsatz von 273,6 Millionen Franken mit einem Verlust von 2,3 Millionen Franken abschliessen. «Das vergangene Jahr war aus finanzieller Sicht eine Herausforderung», lässt sich HSLU-Rektor Markus Hodel in der Mitteilung zitieren. «Trotz eines Wachstums im Vergleich zum Vorjahr wurden die budgetierten Studierendenzahlen leicht unterschritten und damit etwas weniger Erträge generiert als geplant», erklärt Hodel. Die Erträge im Bereich Ausbildung errechne man jeweils auf der Basis von aktuellen Studierendenzahlen. «Daraus ergeben sich für das Folgejahr immer leichte Schwankungen nach oben und unten. Wir werden uns bemühen, diese Prognosen künftig noch genauer zu machen», betont Hodel. Allerdings würden sich gewisse Unschärfen nie ganz ausschliessen lassen.

Zusammenführung der Standorte nimmt Fahrt auf

Im vergangenen Jahr erreichte die Hochschule Luzern auch weitere Meilensteine in der Gesamtstrategie, ihre Standorte zusammenzuführen. So konnte die Hochschule im September 2019 den Campus Zug-Rotkreuz eröffnen. Das Gebäude ist das neue Zuhause für rund 1'350 Studierende und für über 200 Mitarbeitende der Departemente Informatik und Wirtschaft. Ebenfalls im letzten Herbst wurde die zweite Bauetappe in der Viscosistadt in Luzern-Emmenbrücke abgeschlossen. Der Standort im ehemaligen Industrieareal beherbergt 800 Studentinnen und Studenten des Departements Design & Kunst.

Auch die Arbeiten am Neubau für das Departement Musik, der im kommenden Herbst eröffnet wird, sowie die Planungsarbeiten für die Erneuerung und Erweiterung des Campus in Horw konnten zügig vorangetrieben werden. Ende Jahr gab der Konkordatsrat zudem grünes Licht für eine Standortkonzentration der Departemente Wirtschaft und Soziale Arbeit auf dem Areal Rösslimatt am Bahnhof Luzern.

Derzeit beschäftigt sich die HSLU aber mit dringenderen Angelegenheiten. «Aktuell gilt es, die Folgen der Corona-Pandemie gut zu meistern und den zusätzlichen Schub, den wir auf dem bereits eingeschlagenen Weg in die Digitalisierung bekommen haben, positiv zu nutzen», sagt Rektor Markus Hodel. Dabei werde man in den Studienangeboten den Mix zwischen Präsenzunterricht und digitalen Formaten weiterentwickeln. «Hohes Augenmerk liegt auch auf der Weiterführung und Vertiefung der Interdisziplinarität unter den verschiedenen Fachbereichen.» Und auch Personalfragen halten die Schulleitung auf Trab. «Bei all unseren Aktivitäten sind wir auf hochqualifizierte Lehrkräfte angewiesen, die fachlich, praktisch und auch didaktisch top sind. Die Rekrutierung von solchen Mitarbeitenden wird in Zukunft nicht einfacher.»

Alle Zahlen und Fakten der Hochschule Luzern 2019 gibt es hier.

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