Die Kinderbetreuung in Horw ist rentabel

Für die Gemeinde Horw zahlt sich die Kinderbetreuung aus: Für jeden Franken, den sie dafür ausgibt, fliessen 1,8 Franken in Form von Steuererträgen oder nicht ausbezahlter Sozialhilfe zurück.

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Kinder einer Berner Kindertagesstätte vergnügen sich mit hautverträglichen Stiften. (Symbolbild Keystone)

Kinder einer Berner Kindertagesstätte vergnügen sich mit hautverträglichen Stiften. (Symbolbild Keystone)

Im Auftrag der Gemeinde Horw hat das Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern den finanziellen Rückfluss der eingesetzten Mittel für Kinderbetreuung untersucht. Als Basis dienten die realen Steuerzahlen 2007 von 116 Familien, die 185 Kinder fremdbetreuen liessen sowie die realen Kosten. Dies teilte die Gemeinde am Donnerstag mit.

Die Resultate ergeben, dass für jeden Franken, den die Gemeinde für Kinderbetreuung ausgibt, 1,8 Franken in Form von Steuerträgen oder nicht ausbezahlter Sozialhilfe an die Gemeinde zurückfliessen.
Der Gesamtnutzen für die Gemeinde beträgt 507'000 Franken. Dem stehen Kosten in der Höhe von 272'500 Franken gegenüber. Der Gesamtnutzen übersteigt die Kosten also deutlich.

Laut Studie machen die zusätzlichen Steuereinnahmen mehr als 40 Prozent der Gemeindeausgaben an Kinderbetreuungsangebote (KBA) gut. Die Gemeinde "verdient" vor allem bei unteren Einkommensklassen. Je höher nämlich das Einkommen von Allein- oder Doppelverdienenden, desto höher wird das zusätzliche Steuereinkommen.

In den oberen Einkommensklassen profitieren Familien von KBA. Für diese Familien dürften deshalb KBA ein Faktor bei der Wohnortwahl sein. Familien in der unteren Einkommensklassen können dagegen dank KBA besser auf eigenen Beinen stehen.

sda