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Die Krienser SP will mit Fraktionschef Cla Büchi das Stadtpräsidium erobern

Die Mitglieder der SP Kriens haben am Dienstagabend Cla Büchi als Kandidat für das Stadtpräsidium nominiert. Die bisherige SP-Stadträtin Judith Luthiger will Bildungsvorsteherin bleiben.
Stefan Dähler
Cla Büchi. (Bild: Pius Amrein)

Cla Büchi. (Bild: Pius Amrein)

Nun ist es definitiv: Die Krienser SP will einen zweiten Sitz im Stadtrat erobern. Ziel ist eine rot-grüne Mehrheit in der Exekutive. Neben der amtierenden Bildungsvorsteherin Judith Luthiger (59) tritt Fraktionschef Cla Büchi (54) an – als Kandidat für das Stadtpräsidium. Die rund 30 anwesenden Genossinnen und Genossen haben die beiden an der Parteiversammlung am Dienstagabend für die Wahlen 2020 nominiert.

Ob die SP tatsächlich Anspruch auf zwei Sitze erheben soll, führte an der Versammlung zu einer kurzen Diskussion, am Ende fiel der Entscheid aber einstimmig. Vor einem allfälligen zweiten Wahlgang werde man dann nochmals diskutieren, so der Tenor.

Büchi will Bevölkerung stärker einbeziehen

«Wir stehen am Anfang grosser Veränderungen im Gebiet Luzern Süd, beim ehemaligen Bell-Areal oder beim Verkehr, da braucht es eine gute Lenkung», sagt Büchi zu seiner Motivation. Als Stadtpräsident würde er die sozialräumliche Entwicklung in Luzern Süd und den Einbezug der Bevölkerung verstärkt vorantreiben. «Es wäre gut, regelmässig grosse Mitwirkungsanlässe durchzuführen, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Es sind beispielsweise erste Anzeichen von Unmut und Ängsten gegenüber dem Bauboom spürbar. Diese gilt es ernst zu nehmen, damit frühzeitig darauf reagiert werden kann.»

Judith Luthiger (Bild: Philipp Schmidli)

Judith Luthiger (Bild: Philipp Schmidli)

Mit Büchi schickt die SP keinen Bisherigen ins Rennen um das Stadtpräsidium. Judith Luthiger hat sich gegen eine Kandidatur für dieses entschieden, wie sie sagt. Sie sei motiviert, nochmals für vier Jahre anzutreten, Projekte zu Ende bringen und wolle dann jüngeren Kräften den Platz übergeben. «Das Präsidium sollte längerfristig besetzt werden, Kontinuität ist wichtig», sagt sie.

Hinzu kommt, dass das Präsidium das Amt ist, das nach dem Rücktritt von Cyrill Wiget (Grüne) frei wird, sagt Büchi. «Ausserdem wollen wir der Bevölkerung eine Auswahl bieten. Es wäre nicht richtig, das Amt den Bisherigen einfach zu überlassen.» Zudem stehen für den Stadtpräsidenten mit der Debatte um die Stadtratslöhne und Pensen oder der Untersuchung der Kostenüberschreitungen beim Zentrumsprojekt und dem Kleinfeld heikle Themen an. «Es wäre besser, diese mit einer frischen Person anzupacken», sagt Büchi, der seit 2015 im Einwohnerrat ist und sich vor allem bei städtebaulichen Themen eingebracht hat.

Als Inhaber eines Architekturbüros und Projektleiter der Kooperation Industriestrasse in Luzern wäre er auch für das Ressort Bau geeignet. «Dieses wird aber nicht frei – und die Stadtentwicklung, die zum Präsidialdepartement gehört, liegt mir sehr am Herzen und ich kann mein Wissen ebenfalls einbringen», so Büchi.

Andere Parteien müssen nachziehen

Die SP hat nun als erste Krienser Partei die Nomination für 2020 abgeschlossen. Bekannt ist aber, dass ausser Cyrill Wiget alle bisherigen Stadträte nochmals antreten. Die Grünen werden wohl Maurus Frey ins Rennen schicken, die SVP Yvette Estermann und allenfalls eine zweite Person. Die jeweiligen Parteiversammlungen müssen das aber noch bestätigen.

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