Die Luzerner Läden haben für das Weihnachtsgeschäft einen Sonntag mehr zur Verfügung

Für die Detailhändler beginnt jetzt die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Die Tage sind in diesem Dezember günstig gelegen.

Stefan Dähler
Merken
Drucken
Teilen
Der Sonntagsverkauf lockt Kundschaft in die Luzerner Altstadt.

Der Sonntagsverkauf lockt Kundschaft in die Luzerner Altstadt.

Philipp Schmidli (12. Dezember 2010)

Langsam aber sicher wird es Zeit, die Geschenke für seine Nächsten (und allenfalls für sich selbst) zu besorgen. Dieses Jahr steht dafür ein Tag mehr zur Verfügung. Denn der Feiertag Maria Empfängnis am 8. Dezember fällt auf einen Sonntag. Daher können die Geschäfte in der Vorweihnachtszeit an drei Sonntagen öffnen und müssen nicht einen der gesetzlich vorgesehenen Sonntagsverkäufe für den Feiertag aufwenden.

«Dieses Jahr sind die Tage günstig gelegen», sagt André Bachmann, Vorstandsmitglied der City Vereinigung Luzern. Denn speziell ist auch, dass am Montag, 23. Dezember, die Läden bis 21 Uhr geöffnet haben. Es handelt sich um einen von der Stadt beziehungsweise den Gemeinden bewilligten Ersatztermin für den Abendverkauf vom Donnerstag, 26. Dezember, der aufgrund des Stephanstags entfällt. «Das ist vor allem für Anbieter von Frischeprodukten ein sehr wichtiger Tag, da sich die Leute dann gerne für die Feiertage eindecken», sagt Bachmann. Hier sehen Sie eine Übersicht der Ladenöffnungszeiten in der Vorweihnachtszeit:

Spezielle Ladenöffnungszeiten in der Region Luzern

Gesetzlich erlaubt Empfehlung City Vereinigung
Sonntag, 8.12. (Maria Empfängnis) bis 18.30 Uhr bis 17 Uhr
Sonntag, 15.12. bis 18.30 Uhr bis 17 Uhr
Sonntag, 22.12. bis 18.30 Uhr bis 17 Uhr
Montag, 23.12. bis 21 Uhr keine Empfehlung
Dienstag, 24.12. bis 17 Uhr bis 16 Uhr

An den Sonntagsverkäufen empfiehlt die City Vereinigung den Läden, bis 17 Uhr geöffnet zu haben, gesetzlich erlaubt wäre eigentlich 18.30 Uhr. «Man muss die Möglichkeiten nicht immer voll ausschöpfen, zumal gegen Abend weniger Leute unterwegs sind», sagt Bachmann. «Ausserdem entlastet das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Vorweihnachtszeit auch sonst schon stark gefordert sind und selbstverständlich auch ein Privatleben haben.» Aus demselben Grund empfiehlt die City Vereinigung, an Heiligabend um 16 Uhr zu schliessen, erlaubt wäre bis 17 Uhr.

Die grossen Geschäfte und Einkaufszentren in der Region handhaben das unterschiedlich. Manor und Coop City in der Luzerner Altstadt schliessen an Heiligabend um 16 Uhr, an den Sonntagen dagegen um 18 Uhr. Coop schreibt auf Anfrage dazu, dass man sich «grundsätzlich nach dem Kundenbedürfnis» richte, so Mediensprecherin Andrea Bergmann. «Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Öffnungszeiten von 10 bis 18 Uhr den Kundenbedürfnissen am besten entsprechen», fügt Andreas Camenzind, Direktor Manor Luzern, hinzu. Auch er freut sich über die diesjährige Feiertags-Konstellation. «Dadurch haben wir einen Tag mehr offen als in einer vergleichbaren Woche in anderen Jahren.»

Die Mall of Switzerland in Ebikon, der Pilatusmarkt in Kriens und das Emmen Center schliessen an den Sonntagen um 17 Uhr. An Heiligabend schliessen Mall und Emmen Center ebenfalls um 17 Uhr, der Pilatusmarkt um 16 Uhr.

Bedeutung Weihnachtsgeschäft sinkt leicht

Wie wichtig ist das Weihnachtsgeschäft für die Luzerner Läden? «Grundsätzlich sehr wichtig, aber auch sehr branchenabhängig», sagt Bachmann. «Für klassische Geschenkprodukte wie Schmuck, Elektronik oder Spielsachen kann es schon bis zu einem Drittel des Jahresumsatzes ausmachen.» Bei Manor etwa treffe dies zu, so Andreas Camenzind, wobei bereits der November zur Vorweihnachtszeit zählt. Coop gibt keine Informationen zu Umsatzzahlen bekannt.

Grundsätzlich sei die Bedeutung des Weihnachtsgeschäft in den letzten Jahren aber gesunken, so Bachmann. «Viele Leute haben mehr Kaufkraft und sind weniger auf den 13. Monatslohn fixiert.» Ausserdem beobachte er die Tendenz, dass vermehrt auch zu anderen Anlässen Geschenke gemacht werden. «An Ostern etwa war das früher nicht üblich, heute ist es weit verbreitet.»