Die Massnahmen für das Personal sind ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung

Kriens und Emmen tun gut daran, die Bedingungen für das Verwaltungspersonal zu verbessern.

Stefan Dähler
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Stefan Dähler

Stefan Dähler

Die Stadt Kriens und die Gemeinde Emmen haben mit einer hohen Fluktuation in der Verwaltung zu kämpfen. Das ist per se nicht nur schlecht; neues Personal bringt auch frischen Wind. Doch in Zeiten des Fachkräftemangels fällt es oft schwer, frei werdende Stellen wieder zu besetzen. Besonders, wenn die Löhne tiefer sind als in der Privatwirtschaft.

Auffällig ist, dass mit Kriens und Emmen zwei Kommunen von hoher Fluktuation betroffen sind, die sich finanziell in einer schwierigen Situation befinden. Horw und Luzern gelingt es besser, das Personal zu halten. Ob ein Zusammenhang mit der Finanzlage besteht, ist schwierig zu beurteilen, da die Verwaltungsstruktur je nach Gemeinde anders aussieht. Möglich ist auch, dass der Ruf der Behörden unter Ereignissen wie den Kostenüberschreitungen beim Zentrumsprojekt in Kriens oder dem budgetlosen Zustand in Emmen 2018 gelitten hat.

Daher ist es richtig, dass die beiden Exekutiven Massnahmen ergreifen wollen, um für Arbeitnehmer attraktiver zu werden. Der Erfolg blieb in Emmen bisher aber bescheiden. So hat der Einwohnerrat die vom Gemeinderat geplante Lohnerhöhung von 2 Prozent für das Personal gekürzt. Immerhin kündigt der Gemeinderat nun an, weitere Massnahmen erarbeiten zu wollen. Ob diese fruchten, ist offen, denn letztendlich ist und bleibt der Lohn ein zentraler Faktor. Doch das Vorhaben ist zumindest ein Zeichen der Wertschätzung – und diese ist ebenso wichtig wie der Lohn.

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