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Die Nacht der Weisen, Träumer und Enthusiasten

Direkt aus dem KaLa
Sonia Zoller
Zeit zum Aufräumen im KaLA. (Bild: Pius Amrein (Escholzmatt, 27. Juli 2018))

Zeit zum Aufräumen im KaLA. (Bild: Pius Amrein (Escholzmatt, 27. Juli 2018))

Die Taufe gehört zu den wichtigsten Ritualen in der Pfadi, und ihre sinngemässe Umsetzung wird immer mal wieder diskutiert. Das Taufen auf LUpiter18 bedeutet zusätzlich eine grosse Koordinationsarbeit. Von einer der 35 Abteilungen wollten wir es genauer wissen und haben sie begleitet.

Als wir das Höckzelt in dieser Nacht betreten, sind die Vorbereitungen schon beinahe beendet. Ideen für die neuen Wölflinamen wurden bereits seit Beginn des Lagers gesammelt, die Aufgaben für den Taufparcours sind schnell vergeben, und der Ablauf scheint allen klar zu sein. In diesem Jahr müssen die Vorbereitungen nämlich effizienter ablaufen als üblich, denn die Parzelle im Wald ist genau von Mitternacht bis 1.30 Uhr reserviert – und heute Nacht wird in sieben anderen Abteilungen ebenfalls getauft.

Im schwachen Licht der Stirnlampen stehlen wir uns vom Lagerplatz. Die Leiter begeben sich auf ihre Posten; wir setzen uns im Schutz der Dunkelheit etwas abseits auf den Weg. Langsam gewöhnen sich unsere Augen an die Dunkelheit. Gespannt sitzen wir im Schwarz der lauen Sommernacht und warten auf die drei Täuflinge der Wölfli St. Anton. In der Ferne lässt sich die Staff-Bar erahnen. Dann folgt der Blick nach oben zum Sternenmeer, das sich über den Silhouetten der Baumkronen auftut. Ein entschleunigender Moment – eine ungewöhnliche Gefühlslage für eine Wölflitaufe.

Ein Rascheln kündigt den ersten Täufling an. Er wird von einem Leiter in den Wald getragen und am Handgelenk an einem Seil befestigt, dem er später folgen soll. Dann tritt der «Retter» aus seinem Versteck hinter einem Baum hervor und inszeniert einen Kampf mit dem «Entführer». Der Täufling solle dem Seil entlang in die Dunkelheit fliehen, hören wir ihn rufen. Das Kind läuft los; die Szene löst sich auf.

Nachdem alle drei Täuflinge ihre Tapferkeit in der Finsternis unter Beweis gestellt haben, folgt die Krönung der Mutprobe am Lagerfeuer – der Tauftrank. Zufrieden sitzen die drei Kinder inmitten ihrer Leiterschar. Ein friedlicher Anblick, welcher die eine oder andere schöne Erinnerung weckt. Begleitet von wohlwollenden Anmerkungen wie «schau besser nicht genau hin» oder «gesunde Sachen schmecken nie gut» wird jedem ein Becher gereicht. Zusammen nehmen sie einen Schluck, bevor ihre Wölflinamen verkündet werden. Aslan der Weise, Fly der Träumer und Walabi die Enthusiastische – bei den Begründungen macht sich ein nostalgisches Schmunzeln auf unseren Gesichtern breit.

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