Die neue Masche der Sozialhilfebetrüger

Der Sozialinspektor von Emmen warnt: Betrüger setzen vermehrt auf den Handel mit Autos, um Geld am Staat vorbeizuschleusen.

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Der Sozialinspektor hat alle Hände voll zu tun (Karikatur Jals)

Der Sozialinspektor hat alle Hände voll zu tun (Karikatur Jals)

«Gewisse Sozialhilfebezüger erwirtschaften mit Autohandel einen Zusatzverdienst, ohne diesen als Nebenerwerb zu deklarieren», sagt Claudio Bauer, Sozialinspektor in Emmen (siehe Kasten). Dies ist illegal und hat eine Anzeige wegen Sozialhilfebetrugs zur Folge. Bauer beobachtet dieses Phänomen nicht nur in der Stadt und der Agglomeration, sondern vermehrt auch in Gemeinden auf dem Land.

Der Nachweis des Betruges ist indes schwierig: «Die Geschäfte werden bar und ohne Quittung abgewickelt. Die nötigen Beweise zu sammeln, ist deshalb schwierig», so Bauer. Auch wenn er oft Sisyphusarbeit leistet, kann er auf zählbare Erfolge seiner Tätigkeit zurückblicken und spart dem Steuerzahler viel Geld: Im letzten Jahr konnte Bauer eine Deliktsumme von 150 000 Franken aufdecken. Dazu kommen Sozialhilfeleistungen, die aufgrund seiner Arbeit nicht mehr ausbezahlt werden müssen.

Yves Portmann

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Sozialinspektor

Emmen führte vor sieben Jahren als erste Gemeinde der Schweiz einen Sozialinspektor ein. Diese Massnahme sorgte national für Kritik. Die Kritik ist inzwischen verstummt, das Interesse an der Kontrolltätigkeit dagegen gestiegen. So geht Sozialinspektor Claudio Bauer im Auftragsverhältnis auch in Luzern, Horw, Kriens und weiteren Gemeinden Hinweisen bei Betrugsverdacht nach. yp.