Die neuen Recyclingstationen auf der Ufschötti haben den ersten Härtetest bestanden

Auf der Ufschötti gibt es seit Mitte Mai vier neue Recyclingstationen, die die 55 Abfalleimer ersetzen und zum Trennen der Abfälle aufrufen. Zu den ersten drei Wochen kann der Leiter des Strasseninspektorats ein positives Fazit ziehen.

Salome Erni
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Die neuen Recyclingstationen auf der Ufschötti.

Die neuen Recyclingstationen auf der Ufschötti.

Nadia Schärli, 18. Mai 2020

An ihnen kommt man nicht vorbei: Seit Mitte Mai stehen auf der Ufschötti in Luzern vier kunstvoll gestaltete Abfalltrennstationen. Das neue Pilotprojekt ersetzt 55 einzelne Abfalleimer. Starten hätte es bereits nach Ostern sollen, doch aufgrund der Corona-Pandemie hatte sich das Projekt verzögert, meint Thomas Schmid, der Leiter des Strasseninspektorats.

Konzept funktioniert, aber...

Die letzten Wochen fiel eine sehr grosse Menge an Abfall an – besonders auch wegen des schönen Wetters, betont Schmid im Gespräch. Die Bilder der bevölkerten Ufschötti am Pfingstwochenende sind bekannt. Trotz der grossen Menschenmasse habe das Konzept aber funktioniert, meint Schmid. «Selbstverständlich gab es herumliegenden Abfall, doch die Menge war in einem vertretbaren Rahmen.»

Bild: Facebook / Gruppe: Du besch vo Luzern wenn

Zu den ersten drei Wochen kann der Leiter des Strasseninspektorats ein positives Fazit ziehen: «Die Leute nehmen das neue Entsorgungssystem gut an. Wir sind wirklich zufrieden.» Man habe auch positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten, so stosse beispielsweise die auffällige Gestaltung der Trennsysteme auf Anklang.

Die Motivation der Besucher und Besucherinnen, die Abfälle korrekt zu trennen, sei gross: Glas zu Glas, Alu zu Alu und PET zu PET. Laut Schmid wird damit das Ziel erreicht: «Wir streben eine optimale Verwertung der Abfälle an und mit den Trennstationen gelingt es uns nun auch.» Besonders auffällig sei die grosse Menge an Glas, die anfalle.

Am Pfingstwochenende war die Ufschötti überaus gut besucht.

Am Pfingstwochenende war die Ufschötti überaus gut besucht.

Leserreporter, 1. Juni 2020

Wie geht es weiter?

Auf die Frage, ob das Pilotprojekt auf andere Standorte angewendet werden könne, kann Schmid noch keine abschliessende Antwort geben. «Wir haben noch wenig Erfahrung und somit ist das weitere Vorgehen unklar. Es ist aber durchaus vorstellbar, dass wir das Konzept auf andere Standorte ausweiten werden.»

Man sei daran, das Abfalltrennsystem zu optimieren und nehme laufend kleinere Anpassungen vor. So habe man beispielsweise weitere Plakate installiert, um die Besuchenden zu informieren. Auch hinter den Kulissen bei der Leerung der Recyclingstationen kann Schmid ein einigermassen positives Fazit ziehen: «Es ist gut angelaufen. Wir sind nun bestrebt, die Abläufe im Logistik-Bereich noch effizienter zu gestalten.»

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