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Die Prachtsvilla feiert den 50. Geburtstag

Die St. Charles Hall in Meggen feiert ihr 50- jähriges Bestehen als Haus für Konzerte, Empfänge und Anlässe. Die Villa wechselte mehrfach den Besitzer.
Die St. Charles Hall in Meggen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die St. Charles Hall in Meggen. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die Geschichte der St. Charles Hall ist mehr als hundert Jahre alt. 1875 kaufte der Leibarzt der Zarenfamilie das Grundstück und liess darauf eine neoklassizistische Villa bauen. Den (französischen) Namen St. Charles erhielt das Anwesen 1895, als das Gut als Erholungsheim für französische Geistliche diente.

Die ursprüngliche St. Charles Hall - hier auf einer Postkarte von 1905 (oben) - war noch in ganz anderem Stil gebaut worden als die heutige aus dem Jahr 1920. (Bild: PD)

Die ursprüngliche St. Charles Hall - hier auf einer Postkarte von 1905 (oben) - war noch in ganz anderem Stil gebaut worden als die heutige aus dem Jahr 1920. (Bild: PD)

1921 kaufte das deutsch-englische Paar Tonio und Marie-Harriet von Riedmann das Anwesen und bauten die Anlage nach den Plänen von Albert Froelich neobarock um. Fortan wurde der Name des Gutes englisch ausgesprochen.

1947 erwarben die St. Galler Paul und Gertrud Fischbacher-Labhart die Villa. Das Paar blieb kinderlos und stellte ihren Nachlass der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Auch das Kinderspital profitierte

Der Grossteil des Vermögens floss in dasKinderspital Luzern, das damals in Planung war. Die St. Charles Hall ging in eine private Stiftung über, deren Zweck es ist, das Anwesen als Ort der Begegnung zu betreiben. Diese Stiftung trat formell am 4. Dezember 1962, dem Todestag von Gertrud Fischbacher-Labhart, in Kraft.

Seither wird die St. Charles Hall für offizielle Empfänge und kulturelle Veranstaltungen genutzt. 1976 startete dort die damals 13 jährige Geigerin Anne-Sophie Mutter ihre internationale Karriere. Auch Richard Burton, Vanessa Redgrave, András Schiff oder Maria João Pirez hatten in der St. Charles Hall ihre Auftritte.

Die Stiftung, die das Anwesen verwaltet, ist zwar privat, doch stellen die Standortgemeinde und der Standortkanton je ein Mitglied für den Stiftungsrat. Präsidiert wird die Stiftung vom ehemaligen Luzerner Staatsschreiber Viktor Baumeler.

sda

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