Kommentar

Die Probleme der SVP in der Agglo von Luzern sind teils hausgemacht

Die SVP hat bei Exekutivwahlen einen schweren Stand. Das hat auch mit der dünnen Personaldecke in der Partei zu tun, analysiert Redaktor Stefan Dähler.

Stefan Dähler
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Stefan Dähler.

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Dass die SVP als Polpartei bei Exekutivwahlen Mühe bekundet, ist nichts Neues. Doch in der Agglomeration Luzern hat sich das Problem akzentuiert. In den letzten Jahren hat die Partei einen Sitz nach dem anderen verloren. Weder in Luzern, noch in Emmen, Kriens, Horw und Ebikon stellt die SVP derzeit ein Exekutivmitglied. Und auch bei den kommenden Wahlen wird es die Partei schwer haben, daran etwas zu ändern.

Die Gründe dafür sind vielfältig. Eine Rolle spielen dürfte der Abwärtstrend auf Bundesebene – die SVP war schon immer stark von nationalen Aushängeschildern und Themen abhängig. In der Region Luzern kommen aber hausgemachte Probleme hinzu. So wurde einerseits auf nicht mehrheitsfähige Kandidaten gesetzt oder ein chaotischer Wahlkampf geführt – Horw und Kriens lassen grüssen. Andererseits ist in einigen Ortsparteien aber auch die Personaldecke zu dünn. In Ebikon etwa konnte die SVP niemanden aus den eigenen Reihen für die kommenden Wahlen finden. In Luzern soll es ein ehemaliges CVP-Mitglied richten.

Das Ziel der SVP muss nun sein, für die kommunalen Wahlen 2024 vor Ort mehrheitsfähige und kompetente Kandidaten aufzubauen; was natürlich einfacher gesagt ist als getan. Trotzdem ist zu hoffen, dass dieses Vorhaben gelingt – egal, was man von der SVP hält. Denn aus staatspolitischer Sicht wäre es wichtig, dass alle relevanten politischen Kräfte in einer Exekutive vertreten sind.

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