Die Psychiatrie ist überfüllt

Seit Monaten ist die Psychiatrische Klinik in St. Urban überfüllt. Ein mobiles Einsatzteam kann Entlastung für die Mitarbeiter bringen.

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Die Psychiatrische Klinik St. Urban ist überfüllt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Die Psychiatrische Klinik St. Urban ist überfüllt. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Seit dem letzten November herrscht einmal mehr Hochbetrieb in der Luzerner Psychiatrie: «Die Belegung beträgt zeitweise gar über 100 Prozent der geplanten Betten», sagt Julius Kurmann, Chefarzt Stationäre Dienste der Luzerner Psychiatrie. Notfälle würden aber immer zeitgerecht versorgt, versichert er. Nebst den sieben Abteilungen an 17 Betten wurden zeitweilig bis zu 14 Betten zusätzlich bereitgestellt.

«Warum es zu einer solchen Überbelegung gekommen ist, wissen wir nicht», sagt Kurmann. Klar ist aber: «Auf Dauer können unsere Mitarbeiter nicht unter diesen Bedingungen arbeiten.» Mehr Mitarbeiter können derzeit allerdings nicht eingestellt werden, denn es gibt auch Zeiten, in denen die Auslastung wieder weniger hoch ist, so etwa im letzten Jahr.

Hausbesuche vom Psychiater

Eine gewisse Entlastung für die stationäre Behandlung bietet die Behandlung für psychisch Kranke im häuslichen Umfeld durch das Team der Gemeindeintegrierten Akutbehandlung (GiA). Das Angebot existiert seit August 2007 und wird im Raum Stadt und Agglomeration Luzern angeboten. Die Idee: Die Patienten verbringen zur Stabilisierung zuerst einige Tage stationär in der Klinik und kehren dann möglichst bald nach Hause zurück, wo sie von Fachpersonen betreut werden. Zwei Ärzte, eine Psychologin, neun Pflegefachleute und eine Sekretärin gehören zum mobilen Team.

Luzia Mattmann

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