Unbekannte verfärbten Reuss mit Uranin

Da staunten die Luzerner Fasnächtler am Schmutzigen Donnerstag nicht schlecht: Die Reuss hatte sich grün verfärbt. Nun hat die Luzerner Polizei den Grund herausgefunden.

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Der Tag danach: Die Reuss ist nicht mehr grün. (Bild: Pascal Studer/Luzerner Zeitung (1. März 2019))
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Das rote Pulver Uranin liess das Wasser grün erscheinen. (Bild: Luzerner Polizei)
Der Tag danach: Die Reuss ist nicht mehr grün. (Bild: Pascal Studer/Luzerner Zeitung (1. März 2019))
Der Tag danach: Die Reuss ist nicht mehr grün. (Bild: Pascal Studer/Luzerner Zeitung (1. März 2019))
Der Tag danach: Die Reuss ist nicht mehr grün. (Bild: Pascal Studer/Luzerner Zeitung (1. März 2019))

Der Tag danach: Die Reuss ist nicht mehr grün. (Bild: Pascal Studer/Luzerner Zeitung (1. März 2019))

Dass sich die Stadt Luzern am Schmutzigen Donnerstag jeweils im Ausnahmezustand befindet, ist bekannt. Doch wer während dem bunten Treiben einen Blick auf die Reuss geworfen hat, sah etwas, was sogar bei Fasnächtlern für Erstaunen sorgte.

Die Reuss hatte sich unterhalb des Wehrs beim Mühlenplatz grün verfärbt. Zunächst war der Grund dafür noch unklar. Doch nun weiss die Luzerner Polizei: die Reuss wurde mit Uranin eingefärbt. Dies meldeten die Behörden am Freitagnachmittag. Wer für die Verfärbung verantwortlich ist, sei aber noch unklar. Die Polizei sucht derzeit nach Zeugen.

Giftig grün – aber ungiftig

Der Farbstoff Uranin wird vielfältig eingesetzt, insbesondere zum Einfärben von Schaumbädern, Badezusätzen, Shampoos und Kosmetika. Beim Farbstoff handelt es sich um ein rotes Pulver, welches sich im Wasser jedoch grün verfärbt und oft zur Untersuchung unterirdischer Gewässerströmungen oder bei der Leckortung eingesetzt wird. Als Beigabe in Frostschutzmitteln für Autokühler etwa eignet sich Uranin, um undichte Stellen im Kühlsystem orten zu können. Uranin gilt als biologisch unbedenklich.

Über den Vorfall hat die Luzerner Polizei jedoch schon einiges in Erfahrung gebracht: Eine unbekannte Täterschaft habe am Schmutzigen Donnerstag kurz nach 14.45 Uhr eine grössere Menge Uranin in die Reuss geschüttet. Gemäss ersten Erkenntnissen kamen keine Lebewesen zu Schaden.

Die Reuss ist nicht zum ersten Mal grün: Bereits vor rund zweieinhalb Jahren verfärbten die Jungen Grünen den Fluss. Grund dafür war damals ein politischer Protest rund um die Abstimmung über den Atomausstieg. (stp)