Die Salamitaktik der Universität Luzern

Im Jahr 2000 hat die Bevölkerung einer Uni mit 900 Studenten zugestimmt. Nun sollen es 4000 werden. Dabei ist jetzt schon klar: Der Platz reicht nicht.

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Das neue Gebaude der Uni Luzern, fotografiert Ende Februar 2011. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Das neue Gebaude der Uni Luzern, fotografiert Ende Februar 2011. (Bild: Boris Bügrisser/Neue LZ)

Die Universität Luzern wächst und wächst: Vor elf Jahren hat die Luzerner Bevölkerung einer kleinen Universität mit 900 Studenten zugestimmt. Nur so war das Projekt mehrheitsfähig. Noch 1978 war ein grosses Universitätsprojekt an der Urne gescheitert. Im Jahr 2000 sagte das Volk dann ja zu einer neuen Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Die Studentenzahl stieg schneller als erwartet. Im Jahr 2005 plante der Regierungsrat mit einer maximalen Studentenzahl von 2600 bis 2012. Doch bereits möchte der Universitätsrat die Studentenzahl noch weiter erhöhen: auf 4000 bis ins Jahr 2020. Dies, noch bevor das neue Uni-Gebäude überhaupt bezogen ist.

«Das ist gefährlich»

Angela Pfäffli-Oswald, FDP-Kantonsrätin und Präsidentin der Bildungskommission, steht den Expansionsplänen der Universität persönlich skeptisch gegenüber. «Nur auf höhere Studentenzahlen zu schielen, ist gefährlich», sagt sie. Vielmehr müsse sich die Uni überlegen, wie sie sich im nationalen und internationalen Markt der Bildungsstätten positionieren wolle. Es gelte eine entsprechende Nische zu finden. «Aus Sicht der Uni ist klar: Mehr Studenten generieren mehr Geld, weil die Universität für jeden Student Geld kriegt. Aber ob dies für den Kanton sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln.»

Jan Flückiger

Den ausführlchen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.