Die Schreckensnacht auf Rigi Kaltbad

Vor 50 Jahren brannte mit dem Grand-Hotel auf Rigi Kaltbad der letzte Hotelpalast auf dem Berg ab. Elf Personen kamen ums Leben. Mit einer Feier in der Felsenkapelle wurde des Brandes und der Opfer gedacht.

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Am Morgen danach wurde das Ausmass der Katastrophe sichtbar: die Ruine des Grandhotels. (Bild: Keystone)

Am Morgen danach wurde das Ausmass der Katastrophe sichtbar: die Ruine des Grandhotels. (Bild: Keystone)

Am 9. Februar 1961 um 3.15 Uhr war Grossalarm gegeben worden. Bereits um 3.30 Uhr fuhr der erste Zug der Rigi-Bahn mit Feuerwehrleuten ab. Einige von ihnen war erst kurz zuvor von der Agathafeier nach Hause gekommen. Gerettet werden konnte das Grand-Hotel auf Rigi Kaltbad aber nicht mehr.

Beim Brand befanden sich rund 180 Gäste und 60 Hotelangestellte im Hotel. Viele von ihnen konnten sich nur im Pyjama oder im Nachthemd retten. Einzelne sprangen aus den Fenstern oder von Dächern und Balkonen, andere knüpften Leintücher zu Seilen. Elf Personen kamen beim Brand ums Leben. Mit einer Feier in der Felsenkapelle wurde am Mittwoch des Brandes und der Verstorbenen gedacht.

Brandstifter nach 10 Montaten gefasst

Die Brandursache war vorerst unklar. Man sprach von einem Kaminbrand. Erst zehn Monate später wurde der Brandstifter, ein Hotelangestellter, entdeckt, als er im Bernbiet zwei weitere Brände legte und gefasst werden konnte. Er hatte im Putzraum des Hotels die aufgestapelten Matratzen in Brand gesetzt.

Mit dem Brand des Grand-Hotels war der letzte Hotelpalast nach Rigi Kulm, Rigi Scheidegg und Rigi First verschwunden. 1966 wurde dann die neue moderne Hostellerie Rigi Kaltbad des Architekten Justus Dahinden eröffnet.

Einen neuen Impuls erhofft man sich auf Rigi Kaltbad mit einem Projekt des Tessiner Architekten Mario Botta, das sich zurzeit im Bau befindet. Es umfasst neben dem Dorfplatz, der der grosszügigen Panoramaterrasse des Grand-Hotels nachempfunden ist, ein Mineralbad und ein Spa.

sda/zim

Einen ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.