Die Stadt Luzern soll eine «Airbnb-Lizenz» einführen

Wer Wohnungen an Touristen vermietet, soll dafür eine offizielle Bewilligung einholen müssen. Das fordert die GLP.

Robert Knobel
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Wer in der Stadt Luzern Wohnungen oder Zimmer an Touristen vermietet, soll künftig eine Lizenz erwerben müssen. Das fordert die GLP in einem Postulat, das sie am Donnerstag im Stadtparlament eingereicht hat. Das hätte insbesondere für Anbieter von Airbnb-Angeboten Konsequenzen: Sie müssten sich zwingend bei der Stadt registrieren lassen und eine Vermietungs-Lizenz beantragen. Diese soll mindestens 500 Franken pro Jahr kosten und für maximal fünf Jahre gültig sein. Die Vermieter wären verpflichtet, ihre Lizenz-Nummer an der Wohnungstür anzubringen. Zudem soll die Liste der einzelnen Vermieter bei der Stadt öffentlich einsehbar sein. 

Mit der Registrierungspflicht will die GLP die boomenden Privatangebote in geordnete Bahnen lenken. Denn: Während die traditionelle Hotellerie zahlreiche Gesetze und Regelungen einhalten muss, ist bei Airbnb & Co. oft nicht klar, welche Rechte und Pflichten die Privatvermieter haben. «Es herrscht schon fast eine Form von Goldgräberstimmung», fasst die GLP-Grossstadtrat Jules Gut die aktuelle Situation zusammen. Eine Registrierungspflicht sei ein Schritt in Richtung gleich lange Spiesse für alle Akteure im Tourismus. 

Geht es nach der GLP, soll die Registrierungspflicht ab 2022 gelten. Eine einzelne Lizenz könnte für maximal zehn Betten ausgegeben werden. Und juristische Personen sollen keine Lizenz erwerben dürfen. Wer gegen die Lizenzpflicht verstösst, soll mit drastischen Bussen rechnen müssen, fordert die GLP.

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