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Die Stadt Luzern will die Reuss für Schwimmer sicherer machen

In jüngster Zeit wurden diverse Verbesserungen für Fluss-Schwimmer umgesetzt. Dennoch gibt es noch viel zu tun für die Sicherheit in der Reuss.
Peter Girsberger
Der Ein-/Ausstieg aus der Reuss bei der Sentimatte, dort hat die SLRG bereits Tafeln mit Hinweisen zum Verhalten im Fluss platziert. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 9. März 2018))

Der Ein-/Ausstieg aus der Reuss bei der Sentimatte, dort hat die SLRG bereits Tafeln mit Hinweisen zum Verhalten im Fluss platziert. (Bild: Pius Amrein (Luzern, 9. März 2018))

Mit Städten wie Bern und Basel kann Luzern punkto Flussbade-Kultur nicht mithalten. Und doch wird das Schwimmen in der Reuss immer beliebter. Dies zeigt vor allem der Standort Reusszopf: Seit er letztes Jahr aufgewertet und zu einer Freizeitanlage umgebaut wurde, lockt er immer mehr Leute an, die sich gerne eine Erfrischung im strömenden Wasser gönnen. Das kann allerdings auch zu kritischen Situationen führen. Grossstadtrat Roger Sonderegger (CVP) forderte deshalb bereits im letzten Sommer in einem Postulat Massnahmen für mehr Sicherheit beim Fluss-Schwimmen. Was wurde inzwischen verbessert? Beispielsweise stehen jetzt am Reusszopf Tafeln mit Bade- und Flussregeln, die auch per Smartphone in acht verschiedenen Sprachen abrufbar sind. Zudem sind entlang des Reussufers 26 rote Kästen aufgestellt, die Wurfsäcke mit Seilen enthalten. Sollte ein Schwimmer in Gefahr geraten, kann er damit gerettet werden. Beim Reusszopf gibt es zusätzlich einen Schwimmring. Auch stehen an diversen Orten Schilder, die vor starker Strömung warnen.

«Schwimmen ist so sicher wie die Person, die schwimmt.»

Zuständig für diese Massnahmen sind die Sozial- und Sicherheitsdirektion, die Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) und die Wasserpolizei. Trotz den Verbesserungen gibt es noch einiges zu tun: die Anzahl Einstiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten soll erhöht werden. Geplant sind dabei auch rutschfeste Treppen mit Geländern. Deren Platzierung ist aber nicht so einfach wie es scheint, weil auch der Naturschutz ein Wörtchen mitzureden hat. Nach dem Vorbild des Aare-Schwimmens in Bern ist zusätzlich eine Flusskarte in Planung, dank der die Schwimmer unter anderem auf mögliche Gefahrenzonen hingewiesen werden.

Felsen können fatale Folgen haben

Unfälle oder gar Tote hat es in den letzten Jahren glücklicherweise nicht gegeben. Das bestätigt Marc Audeoud, Fachperson der Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG). Er kennt die Lage des Reuss-Schwimmens bestens. Unfälle könnten schnell geschehen, warnt er. Zum Beispiel, wenn ein Schwimmer sich mit dem Fuss zwischen den Felsen verklemmt und hängen bleibt. Dann nämlich, so Audeoud, wird der Badende von der Strömung hinuntergezogen und ertrinkt schlimmstenfalls. Dieses Risiko bestehe vor allem, weil Schwimmer die Felsen als sicheren Bereich betrachten. Kinder sollen dem Flusswasser am besten ganz fernbleiben. «Sie haben dort nichts verloren», stellt Audeoud klar. Wenn jemand auf Nummer sicher gehen will, bevor er in den Fluss springt, rät Audeoud dazu, die Flussstrecke zuerst zu rekognoszieren, zu Fuss oder mit dem Velo.

Doch selbst wenn alle möglichen und erwähnten Sicherheitsmassnahmen ergriffen werden: der Stadtrat weist mit Nachdruck darauf hin, dass die Reuss weiterhin nur für gute Schwimmer geeignet sei. Dieser Meinung ist auch Audeoud: «Schwimmen ist so sicher wie die Person, die schwimmt.»

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