Die Stadt will eine Hotelzone errichten

Der Luzerner Stadtrat will, dass nicht weitere Hotels entlang des Sees zu Luxuswohnungen umgebaut werden. Hoteliers fühlen sich bevormundet.

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Die grossen Hotels wie das «Palace» (rechts) und das «Montana» (Mitte, hinten), aber auch das Grand Casino (links) sollen in eine spezielle Hotelzone umgeteilt werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Die grossen Hotels wie das «Palace» (rechts) und das «Montana» (Mitte, hinten), aber auch das Grand Casino (links) sollen in eine spezielle Hotelzone umgeteilt werden. (Bild: Corinne Glanzmann/Neue LZ)

Nobelhotels am rechten Seeufer wie «Palace», «National» oder «Europe» müssen auch als Hotels betrieben werden. Eine komplette Umnutzung etwa zu Gunsten von Luxuswohnungen ist nicht möglich. Dieses Ziel verfolgt die Stadt. Im Rahmen der Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) will sie deshalb eine Hotelzone errichten.

Kein Umbau-Totalverbot

Ruedi Frischknecht, Leiter Stadtentwicklung, begründet: «Die Stadt Luzern hat in den letzten Jahrzehnten viel Geld in ihr Image als Tourismusstadt investiert. Ein gutes Angebot an Hotels ist für die Stadt enorm wichtig.» Er betont aber auch, dass es nicht um ein Umbau-Totalverbot gehe.

Hotelzone ist unnötig

Beim Fach- und Berufsverband Luzern Hotels ist man über die Hotelzone nicht erfreut. So sagt Patrick Hauser, Verbandsmitglied und Mitinhaber vom Hotel Schweizerhof: «Vor 20 Jahren kam die gleiche Diskussion auf. Damals definierte der Stadtrat, dass es hier 5000 Hotelbetten für den Tourismus brauche. Jetzt haben wir 6000 Betten – ein Anlass für eine solche Hotelzone besteht folglich heute nicht.»

Luca Wolf/ks

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