«Die Stoosbahn hatte den Mut, dieses Projekt durchzuziehen»

Die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz übergab ihren Innovationspreis 2018.

Erhard Gick
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Die steilste Standseilbahn der Welt fährt auf den Stoos. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (25. Juli 2018))

Die steilste Standseilbahn der Welt fährt auf den Stoos. (Bild: Urs Flüeler/Keystone (25. Juli 2018))

Die Preise sind begehrt, und sie haben Tradition. «Zum 32. Mal darf die Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz Preisträger des IHZ-Innovationspreises ehren», begrüsste Felix Howald, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHZ), die knapp 200 Gäste aus der Zentralschweiz. Gekommen waren lauter Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und der Politik, um die jüngsten Preisträger auf dem Stoos zu feiern und zu ehren.

Der Innovationspreis 2018 ging an die Garaventa AG, Goldau. Die Anerkennungspreise an die siworks AG in Schindellegi und an die B. Braun Medical AG in Sempach (Ausgabe vom 25. September).

«Innovation gehört bei der Garaventa zur DNA»

Den Tagungsort beziehungsweise den Ort der Preisübergabe haben die Verantwortlichen bewusst gewählt. Alle Gäste konnten sich bereits auf der Fahrt auf den Stoos von der Innovations­bereitschaft der Garaventa AG
in Goldau überzeugen. «Bei mir hat das einen Wow-Effekt aus­gelöst», sagte das Jurymitglied Claudia Gasser, als sie das erste Mal mit der steilsten Standseilbahn der Welt auf den Stoos hochfahren durfte.

«Die Schweiz hat Pioniere und Visionäre. Das hat die Schweiz stark gemacht. Die Garaventa zählt dazu», sagte Oscar J. Schwenk, der als CEO der Pilatus Werke selbst als Pionier und Visionär bezeichnet werden darf. «Mit der Garaventa AG wird heute eine Unternehmung ausgezeichnet, die mit Freude und Leidenschaft, Bodenständigkeit und Authentizität tagtäglich das Optimum für ihre Kunden herausholt. Zu Recht bezeichnet die IHZ den Bau als Pionierleistung», so der Pilatus-Chef anlässlich der Laudatio für die Garaventa AG. «Innovation gehört bei der Garaventa zur DNA», betonte Oscar J. Schwenk und erinnerte damit an Worte des Garaventa-CEO Arno Inauen. Dieser bedankte sich stolz für den Preis. «Das ist eine Auszeichnung für alle unsere Mitarbeiter, es ist aber auch eine Auszeichnung für die Stoosbahnen AG, die den Mut hatte, dieses Projekt mit uns durchzuziehen», so Arno Inauen.

Einen Anerkennungspreis gab es auch für die siworks AG, Schindellegi. «Ein junges Unternehmen aus Schindellegi, welches einen Feuchtigkeitssensor für Flachdächer entwickelt hat», sagte Laudator Bruno Fick, Einsiedeln. Den Preis nahmen Lukas Arnet und Simon Moser entgegen.

Erfolgsgeschichte Garaventa: Schweben nach Goldauer Art

Die Seilbahnherstellerin hat in ihrer 90-jährigen Firmengeschichte etliche Rekorde erzielt. In rund 40 Ländern transportiert sie heute Passagiere über Fels- und Häuserschluchten. Eine Zentralschweizer Erfolgsstory.
Robert Wildi