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Die über 500 CVP-Delegierten in Sursee haben entschieden: Gmür soll den CVP-Sitz im Ständerat verteidigen

Auf den Krienser Konrad Graber soll Nationalrätin Andrea Gmür aus der Stadt Luzern folgen. Sie stach in der internen Ausmarchung Parteivizepräsidentin Yvonne Hunkeler und Fraktionschef Ludwig Peyer aus.
Lukas Nussbaumer
Nationalrätin Andrea Gmür freut sich am Dienstagabend in der Stadthalle Sursee über ihre Nomination als Ständeratskandidatin. Sie holte im dritten Wahlgang 264 Stimmen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))Nationalrätin Andrea Gmür freut sich am Dienstagabend in der Stadthalle Sursee über ihre Nomination als Ständeratskandidatin. Sie holte im dritten Wahlgang 264 Stimmen. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))
Die Stimmzettel werden eingesammelt, die Spannung steigt. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))Die Stimmzettel werden eingesammelt, die Spannung steigt.
(Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))


Ludwig Peyer, CVP-Fraktionschef Luzerner Kantonsrat, schied im zweiten Wahlgang mit 103 Stimmen aus. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))Ludwig Peyer, CVP-Fraktionschef Luzerner Kantonsrat, schied im zweiten Wahlgang mit 103 Stimmen aus. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))
Yvonne Hunkeler, Kantonsrätin und Vizepräsidentin der Kantonalpartei, holte 242 Stimmen, also nur deren 22 weniger als Mitbewerberin Andrea Gmür. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))Yvonne Hunkeler, Kantonsrätin und Vizepräsidentin der Kantonalpartei, holte 242 Stimmen, also nur deren 22 weniger als Mitbewerberin Andrea Gmür. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))
508 Delegierte der CVP des Kanton Luzern haben der Versammlung in Sursee beigewohnt. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))508 Delegierte der CVP des Kanton Luzern haben der Versammlung in Sursee beigewohnt. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))


Beat Leu, Stadtpräsident von Sursee begrüsste die CVP-Delegiertenversammlung in der Stadthalle Sursee. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))Beat Leu, Stadtpräsident von Sursee begrüsste die CVP-Delegiertenversammlung in der Stadthalle Sursee. (Bild: Boris Bürgisser (Sursee, 29. Januar 2019))


Christian Ineichen, Präsident CVP Kanton Luzern, an der Delegiertenversammlung am Dienstagabend. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))Christian Ineichen, Präsident CVP Kanton Luzern, an der Delegiertenversammlung am Dienstagabend. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))
Nationalrätin Andrea Gmür am Dienstagabend in Sursee.Sie soll Konrad Graber als Ständerat ablösen. Die Wahlen finden am 20. Oktober statt. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))Nationalrätin Andrea Gmür am Dienstagabend in Sursee.Sie soll Konrad Graber als Ständerat ablösen. Die Wahlen finden am 20. Oktober statt. (Bild: Alexandra Wey/Keystone (Sursee, 29. Januar 2019))
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Delegiertenversammlung der CVP Luzern – die Bilder

Um exakt 22.33 Uhr war es in der Stadthalle Sursee so weit: Die 508 Delegierten der CVP des Kantons Luzern – so viele wie noch nie – kürten ihre Nationalrätin Andrea Gmür zur Ständeratskandidatin. Sie soll den Sitz des Ende Jahr abtretenden Konrad Graber verteidigen. Graber gehört dem Ständerat seit 2007 an (siehe unten).

Die seit 2015 im Nationalrat politisierende Andrea Gmür holte im dritten Wahlgang 264 Stimmen, ihre verbliebene Konkurrentin, Parteivizepräsidentin Yvonne Hunkeler, deren 242. Im zweiten Wahlgang machte Gmür 214 Stimmen, Hunkeler 191, Peyer 103 – er schied damit nach Runde zwei aus. In der ersten Ausmarchung war die Reihenfolge gleich: Gmür kam auf 203 Stimmen, Hunkeler auf 164, Peyer auf 140.

Andrea Gmür begründete ihren angestrebten Wechsel ins Stöckli damit, sich in der kleinen Kammer noch effizienter für Bildungsanliegen und für Luzern einsetzen zu können. Die 54-jährige frühere Gymnasiallehrerin und Kantonsrätin versprach gleichzeitig, sich bei einer Nichtnomination weiter mit aller Kraft im Nationalrat zu engagieren.

Alt-Regierungsrat wirbt für die Siegerin

Als «Götti» wählte die aktuelle Präsidentin der städtischen CVP den früheren Regierungsrat Markus Dürr, der wie Gmür aus dem Toggenburg stammt. Gmür habe sich im Nationalrat einen guten Ruf erworben. «Sie braucht als erfahrene Bundespolitikerin im Ständerat keine Zeit, um sich einzuarbeiten», so Dürr. Er empfahl, Gmür sowohl für den Stände- als auch für den Nationalrat zu nominieren. Diesen Entscheid fällt die CVP laut ihrem Präsidenten Christian Ineichen erst nach den kantonalen Wahlen vom 31. März.

Die 51-jährige selbstständige Unternehmensberaterin Yvonne Hunkeler aus Grosswangen strich in ihrer achtminütigen Vorstellung ihre Fähigkeiten als Finanz- und Verkehrspolitikerin heraus. Sie würde sich für die Beseitigung der Fehlanreize beim nationalen Finanzausgleich und für bessere Zugverbindungen des Kantons Luzern einsetzen.

Zur Nomination empfohlen wurde die Verwaltungsratspräsidentin der Verkehrsbetriebe Luzern und Basel vom früheren Parteipräsidenten Pirmin Jung. «Yvonne Hunkeler wird die Wahl in den Ständerat gewinnen», prophezeite Jung. Kandidiere Andrea Gmür wieder für den Nationalrat, gelinge es der CVP zudem, ihre drei Nationalratssitze zu halten. Jung sprach sich im Gegensatz zu Markus Dürr gegen Doppelkandidaturen für den National- und Ständerat aus.

Der 54-jährige Ludwig Peyer aus Willisau pries sich als Generalist an. «Ich bin wie der abtretende Konrad Graber ein politischer Handwerker. Und die braucht es im Ständerat», sagte der Geschäftsführer des Verbands der Luzerner Gemeinden – zu Beginn seiner Rede nervöser als die beiden Kandidatinnen. Die Rolle der «Gotte» übernahm Silvia Bolliger, Leiterin der kantonalen Dienststelle Asyl und Flüchtlingswesen. Peyer liebe die harte politische Arbeit und sei Garant dafür, sachliche Entscheide zu fällen, sagte sie.

Die Ständeratswahlen finden am 20. Oktober statt. Bereits nominiert sind der freisinnige Damian Müller (34, Hitzkirch), der seit 2015 im Stöckli sitzt, und SP-Kantonsrat David Roth (33, Luzern). Offen ist, ob die SVP mit Nationalrat Franz Grüter (55, Eich) antritt.

CVP stellte bis jetzt 19 der 37 Luzerner Ständeräte

Seit 1848 wurde der Kanton Luzern im Ständerat ausschliesslich von Katholisch-Konservativen und Liberalen – heute CVP beziehungsweise FDP – vertreten. 19 Ständeräte gehörten der CVP an, 18 der FDP. Darunter befanden sich mit Josi Meier (CVP, Amtszeit 1983 bis 1995) und Helen Leumann (FDP, 1995 bis 2011) gerade mal zwei Frauen. Meier starb 2006, Leumann 2014. Das sind die bisherigen Luzerner Standesvertreter:

CVP: Konrad Graber, 2007-2019; Franz Wicki, 1995-2007; Josi Meier, 1983-1995; Alphons Egli, 1975-1982; Franz Xaver Leu, 1966-1975; Peter Müller, 1955-1965; Gotthard Egli, 1935-1955; Jakob Sigrist, 1920-1935; Albert Zust, 1929-1943; Franz Karl Zust, 1943-1955; Josef Winiger, 1897-1929; Josef Dürig, 1908-1920; Edmund von Schumacher, 1895-1908; Jakob Schmid, 1889-1897; Jules Schnyder, 1885-1886; Vinzenz Fischer, 1879-1885 und 1886-1889; Alois Kopp, 1871-1879; Adam Herzog, 1872-1895; Josef Zemp, 1871-1872.

FDP: Damian Müller, ab 2015; Georges Theiler, 2011-2015; Helen Leumann, 1995-2011; Robert Bühler, 1989-1995; Kaspar Villiger, 1987-1989; Peter Knüsel, 1971-1987; Christian Clavadetscher, 1955-1971; Josef Zingg, 1870-1871; Abraham Stocker, 1867-1870; Jost Weber, 1860-1867; Johann Winkler, 1858-1859; Renward Meyer, 1856-1867; Anton Hunkeler, 1853-1855; Josef Schumacher, 1850-1853; Johann Baptist Sidler, 1850-1852; Josef Meyer, 1849; Jost Josef Nager, 1848-1849 und 1854-1857; Ludwig Plazid Meyer, 1848. (nus)

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