Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Die Überbauung Surenhof in Sursee ist vorerst auf Eis gelegt

Wie geht es im Gebiet Münchrüti nun weiter, wo die Surseer Bevölkerung alle geplanten Projekte abgelehnt hat? Während die einen ihre Pläne noch nicht ganz begraben, ist bei anderen alles offen.
Martina Odermatt
Das Projekt «Surenhof» auf dem Areal der Frischfleisch AG ist wohl noch nicht vollständig vom Tisch. (Bild: Philipp Schmidli, 21. März 2019)

Das Projekt «Surenhof» auf dem Areal der Frischfleisch AG ist wohl noch nicht vollständig vom Tisch. (Bild: Philipp Schmidli, 21. März 2019)

Das Projekt «Surenhof» im Gebiet Münchrüti-Chlifeld in Sursee war von allen Projekten am weitesten fortgeschritten: Auf dem Areal der Frischfleisch AG hätten gut 250 Wohnungen entstehen sollen. Die Bauten waren auf 30 Meter Höhe begrenzt, mit Grünflächen und Innenhof. Die dafür benötigte Umzonung hat die Surseer Bevölkerung an der ausserordentlichen Gemeindeversammlung von letzter Woche jedoch nicht genehmigt.

Christof Meyer, Chief Investment Officer der Sayano Family Office AG und Vertreter der Areal Sursee Zug AG als Inhaberin, war an der Versammlung anwesend und bedauert den Entscheid der Surseer Stimmbürger. «In der ersten Abstimmung haben wir mit einer Stimme die Umzonung in die Mischzone geschafft, jedoch wurde mit einem Ordnungs-Antrag wegen der geringen Differenz nochmals abgestimmt und wir haben dann mit 7 Stimmen verloren. Das tut schon weh.»

Praktisch keine negativen Rückmeldungen

Umso mehr, weil der Bebauungsplan vom Kanton und Surseer Stadtrat geprüft und wir das Projekt an zwei Mitwirkungsverfahren vorgestellt hatten. Negative Rückmeldung habe es praktisch keine gegeben. Meyer: «Das Projekt wurde vom Kanton sogar aus mannigfaltigen Gründen als hochwertig bezeichnet. Wir sind deshalb schon erstaunt über diese ablehnenden Haltung der Bevölkerung.»

Man verstehe jedoch gut, dass ein Wachstum in dieser Grössenordnung etappiert werden müsse. Mit dem Bau von Wohnungen steige auch das Verkehrsaufkommen. Ein Konzept dafür sei aber vorhanden gewesen. «Dies aufzuzeigen ist dem Stadtrat aus unserer Sicht zu wenig gelungen und auch die Ängste der Bevölkerung wurden hier zu wenig berücksichtigt», so Meyer. Er hätte sich gewünscht, das Projekt der Bevölkerung mit Visualisierungen präsentieren zu können.

Darauf angesprochen, sagt Sursees Bauvorsteher Bruno Bucher, dass man dies zuvor intern im Stadtrat diskutiert habe. «Hätten wir dies bei allen Projekten erlaubt, hätten wir wohl mehr als zwei Abende für die Abstimmung benötigt», sagt Bucher. «Wir dürfen nicht einzelne Projekte hervorheben.»

Bezüglich der Ängste der Bevölkerung sagt Bucher: «Wir haben bei der ersten Auflage versucht, auf die Einsprecher zuzugehen. Dann kamen bei der zweiten Auflage aber wieder andere Leute, die mit den Änderungen nicht einverstanden waren.»

Nichtsdestotrotz: «Das Projekt Surenhof ist bei uns wohl nicht vollständig vom Tisch. Wir brauchen nun aber etwas Zeit, um die nicht unerwartete Situation erstmals zu verdauen», sagt Meyer. Der Mietvertrag der Frischfleisch AG läuft noch bis anfangs 2028. «Deshalb sehen wir aktuell keinen unmittelbaren Handlungsbedarf. Grundsätzlich sind wir für neue Ideen auf dem Areal stets offen.»

Planungskosten dürften im sechsstelligen Bereich liegen

Während die Sayano Family Office AG ihr Projekt noch nicht ganz begraben will, ist die Zukunft des Projekts «Park Avenue» auf dem Gebiet der Hoch+Tiefbau AG, Mauchle Stahlbau und Witschi Metallbau, weiter offen. Dort hätte ein neues Quartier mit drei Hochhäusern und rund 20'000 Quadratmeter Grünfläche entstehen sollen.

Hier sind die beiden Bauprojekte geplant

Die Bevölkerung hat an der Gemeindeversammlung auch dieses Projekt bachab geschickt. Wie die Investoren weiterfahren wollen, ist noch nicht bekannt. Die Altras Management AG um den ehemaligen Inhaber von Möbel Egger, Alois Egger, wollte sich nicht zum Thema äussern. Man treffe sich heute Donnerstag zu Gesprächen mit dem zweiten Investor ALB Real Estate. Klar ist: Es dürften einige hunderttausend Franken in die bisherige Planung investiert worden sein.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.